1. Saarland

Junge Stimmen gesucht und entdeckt

Junge Stimmen gesucht und entdeckt

Marpingen. Was der zehnjährige Tobias Woll aus Theley am Ende der Chorwerkstatt am Samstag in der Marpinger Gesamtschule sagte, war sicher auch die Meinung der meisten anderen Teilnehmer: "Ich habe hier Lieder gelernt, die ich nicht gekannt habe. Manches war richtig schwer. Aber es hat viel Spaß gemacht

Marpingen. Was der zehnjährige Tobias Woll aus Theley am Ende der Chorwerkstatt am Samstag in der Marpinger Gesamtschule sagte, war sicher auch die Meinung der meisten anderen Teilnehmer: "Ich habe hier Lieder gelernt, die ich nicht gekannt habe. Manches war richtig schwer. Aber es hat viel Spaß gemacht."Ausdauer und LernwillenAuch der Vorsitzende des Kreischorverbandes, Ingbert Schummer, hat, wie schon bei den vorhergegangenen Chorwerkstätten, festgestellt, dass die jungen Sänger nicht nur mit Freude, sondern auch mit Ausdauer und Lernwillen Lieder zustudieren. "Ich war erstaunt, was die Jugend an einem Tag alles lernen kann", sagte Schummer beim Abschlusskonzert. Sehr zufrieden zeigte sich auch Kreischorleiter Thomas Martin: "Die Dozenten waren sehr engagiert. Nun hoffe ich, dass die ortsansässigen Vereine von dieser singbegeisterten Jugend profitieren."Schon früh waren über 100 Mädchen und Jungen nach Marpingen gekommen, ließen sich in Gruppen einteilen und verschwanden eine Zeit mit den Chorleitern und einer Stimmbildnerin in Klassenräumen. Etwa die Hälfte der Kinder und Jugendlichen kamen aus Vereins- oder Schulchören. Die übrigen wollten einfach einmal in eine Chorwerkstatt hineinschnuppern und sich mit Gleichgesinnten treffen. Das Ergebnis des oft anstrengenden Übens wurde am Abend 250 Gästen in der Aula in einem Konzert vorgestellt. Die etwa 45 Stimmen starke Kinderchorgruppe machte den Anfang. Stefanie Wachter, Adelheid Recktenwald, Claudia Nirschl und Angela Lösch präsentierten mit Grundschülern ein Programm an lustigen Chorsätzen. "Guten Tag, liebe Leute, wir laden alle ein und wollen fröhlich sein", sangen sie mit heiteren Gesichtern. Aus dem "Teich" der Aula quakte beim Froschkonzert gleich ein ganzes Regiment an menschlichen Fröschen. Freude bereitete auch der musikalische Besuch bei den Affen im Zoo. Um eine Weise aus Australien singen zu können, hatten die Kleinen sogar einen englischen Text gelernt. Das Lied auf die Chorwerkstatt läutete das Ende dieses Programmteils ein. Ein Stück anspruchsvoller ging es bei den Jugendlichen zu. Unter Leitung von Horst Müller, Dirigent des Jazzchores 92 Hertz Eiweiler, erklangen das israelische Volkslied "Havah nagila", außerdem "The Rose" und Michael Jacksons Song "Heile die Welt". Besonders gut kam der Refrain an: "Heile die Welt, mache sie lebenswert für dich und für mich und für alle auf der Erd".Abba zum AbschlussEin Mutmachlied - der Start zum zweiten Chorblock unter Leitung von Thomas Martin - war das "Always look on the bright sind of life" ("Wenn alles so richtig blöd ist"). Es versicherte, dass "ein kleines Liedchen" helfen kann. "Thank you for the music" aus dem Musical "Abba" brachte nicht nur ein frohes Wiederhören mit einer bekannten Melodie, sondern setzte auch den Schlusspunkt hinter die Darbietungen der Jugend. Am Ende stand das gemeinsame Lied "Singen macht Spaß". Das hat die Chorwerkstatt für junge Stimmen diesmal bestätigt.