Jugendliche sollen ihrem HeimatortNoten geben

Saarbrücken. Mit dem Projekt "Ding dein Dorf" wollen der Landesjugendring Saar, der Jugendserver Saar und das Jugendradio Unser Ding (SR) die Attraktivität des Saarlandes für Jugendliche steigern

Saarbrücken. Mit dem Projekt "Ding dein Dorf" wollen der Landesjugendring Saar, der Jugendserver Saar und das Jugendradio Unser Ding (SR) die Attraktivität des Saarlandes für Jugendliche steigern. "Wir wollen mit dem Klischee aufräumen, dass das Saarland für Jugendliche langweilig ist", erklärte Sarah Engels vom Jugendring Saar zum Start des Projektes im Saarbrücker Caf&; Exodus.Um herauszufinden, was den Jugendlichen in ihren jeweiligen Heimatorten fehlt, werden nun Fragebögen erarbeitet, die Saarlandweit von jungen Menschen ausgefüllt werden sollen. Nachdem die Bögen erstellt sind, werden sie vom Studiengang soziale Arbeit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) auf ihre wissenschaftliche Aussagekraft hin geprüft. Geplant ist, dass die Jugendlichen ihre Gemeinde in den verschiedenen Kategorien mit Schulnoten bewerten sollen. Georg Vogel, Geschäftsführer des Landesjugendrings Saar: "Wir wollen eine Vorstellung davon bekommen, wie die jungen Saarländer ihren Heimatort bewerten. Das Ergebnis ist offen". Der Landesjugendring geht davon aus, dass die Kommunen zwar Mittel für Jugendarbeit haben, oft aber die Bedürfnisse der Jugendlichen nicht genau kennen und daher nicht wissen, wie sie das Geld sinnvoll einsetzen sollen. Nach der Auswertung der Fragebögen sollen in zehn bis 15 Orten mit der stärksten Beteiligung konkrete Vereinbarungen zwischen Jugendlichen und Lokalpolitikern getroffen werden, über deren Fortgang dann der Landesjugendring wachen wird. "Außerdem wird jede Gemeinde ein Zeugnis mit Kopfnoten erhalten", kündigt Vogel an. Die Befragung soll von Juni bis September stattfinden. Das nächste Treffen findet am 31. Mai um 14 Uhr im Caf&; Exodus statt. mcb

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