1. Saarland

Jugendliche lassen sich in St. Wendel typisieren

Jugendliche lassen sich in St. Wendel typisieren

St. Wendel. Menschen helfen: Das hatten sich Schüler der Dr.-Walter-Bruch-Schule kurz vor Weihnachten auf den Stundenplan geschrieben. Deshalb ließen sie sich von der Stefan-Morsch-Stiftung über die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke informieren. Und fast 200 von ihnen sind nun in der Stammzellspenderdatei registriert

St. Wendel. Menschen helfen: Das hatten sich Schüler der Dr.-Walter-Bruch-Schule kurz vor Weihnachten auf den Stundenplan geschrieben. Deshalb ließen sie sich von der Stefan-Morsch-Stiftung über die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke informieren. Und fast 200 von ihnen sind nun in der Stammzellspenderdatei registriert. Carina Bergmann, 18 Jahre alt, ist eine der Schülerinnen der Fachoberschule für Sozialwesen, die sich eine kleine Blutprobe abnehmen ließ: "Ich habe mich typisieren lassen, weil ich es gut finde, dass man durch eine Stammzellspende einem schwer kranken Menschen helfen kann."Was ist Leukämie? Wie kann man helfen? Welche Rolle spielt die Genetik bei der Bekämpfung von Blutkrebs? Mit all diesen Fragen hatten sich die Schüler des Berufsbildungszentrums in Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung auseinandergesetzt. Seit mehr als 25 Jahren hat sich die Birkenfelder Stiftung der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke verschrieben. Ein Teil dieser Aufgabe besteht in der Aufklärungsarbeit über die Möglichkeit der Stammzellspende. Leukämie ist nur eine der bösartigen Erkrankungen, die eine Übertragung gesunder Blutstammzellen erfordern können. Mit der Transplantation von Stammzellen bekommt der Patient ein neues blutbildendes System, seine einzige Chance auf Leben, wenn Chemotherapie oder Bestrahlungen nicht geholfen haben.

Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn es Menschen gibt, die sich typisieren lassen und die als Stammzellspender in der Spenderdatei erfasst sind. "Dass sich Schulleitung und Schülervertretung in St. Wendel dafür engagieren, Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, zu helfen, ist für uns ein wichtiges Beispiel dafür, wie Bildungseinrichtungen lebensnah Wissen vermitteln und sich zugleich sozial engagieren", sagte Emil Morsch, Gründer der Stiftung.

Die Stefan-Morsch-Stiftung bietet Schulen Unterstützung an: Regelmäßig besuchen Referenten der Stefan-Morsch-Stiftung die unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, um dort zielgruppengerecht entsprechende Fachvorträge etwa über die praktische Anwendung von Molekulargenetik zu halten. Zudem können Schulklassen und Studienkurse Führungen und Workshops etwa im hauseigenen Labor der Stiftung machen. red

Interessierte Schulen können sich an die Stefan-Morsch-Stiftung wenden: Dambacher Weg 5, 55765 Birkenfeld, Telefon (0 67 81) 99 33 91, E-Mail:

info@stefan-morsch-stiftung.de.

stefan-morsch-stiftung.de