1. Saarland

Jugend in ihrer Entwicklung fördern

Jugend in ihrer Entwicklung fördern

St. Wendel. Entwicklung fördern, nicht Fehlentwicklung verhindern - unter diesem Motto steht die Jugendarbeit des Jugendamtes. "Wir unterstützen zum Beispiel jugendkulturelle Veranstaltungen, Jugendfreizeiten und Ähnliches, also Dinge, die sich positiv auf die soziale Entwicklung der Heranwachsenden auswirken", erklärt Vera Meyer, Leiterin des Jugendamtes im Landkreis St

St. Wendel. Entwicklung fördern, nicht Fehlentwicklung verhindern - unter diesem Motto steht die Jugendarbeit des Jugendamtes. "Wir unterstützen zum Beispiel jugendkulturelle Veranstaltungen, Jugendfreizeiten und Ähnliches, also Dinge, die sich positiv auf die soziale Entwicklung der Heranwachsenden auswirken", erklärt Vera Meyer, Leiterin des Jugendamtes im Landkreis St. Wendel. Dabei sollen die Interessen der jungen Menschen ebenso im Vordergrund stehen, wie der Wille, sich selbst zu organisieren. Meyer: "Selbstorganisation kann beispielsweise bedeuten, dass die Jugendlichen einen Club-Raum gestalten, einrichten und sich dafür verantwortlich fühlen."Solche Angebote organisiere das St. Wendeler Jugendamt nicht in Eigenregie. "Wir unterstützen die Projekte von Jugendverbänden und Jugendgruppen", sagt Meyer. Dafür gebe es in nahezu allen Gemeinden des Landkreises ein Jugendbüro, dessen hauptamtliche Mitarbeiter zu 20 Prozent vom Jugendamt bezahlt würden. "Das ist eine dezentrale Struktur, die von uns gewollt ist", argumentiert Meyer. Die Büros vor Ort gewährleisteten die Nähe zu den Kindern und Jugendlichen. "Der direkte Kontakt ist sehr wichtig. Deshalb legen wir großen Wert darauf, diese Strukturen der freien Träger vor Ort zu unterstützen." Außerdem greife das Amt den Gemeinden bei ihren Ferienprogrammen finanziell unter die Arme. 2500 Euro strömten dafür in die Gemeinde-Kassen.

Für die Jugendamts-Mitarbeiter spielt zudem der Schutz von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle. Dabei wird zwischen dem gesetzlichen und dem erzieherischen Jugendschutz zu unterschieden. Per Gesetz übt das Jugendamt das staatliche Wächteramt aus, sichert das Wohl der Kinder. Meyer: "Das kann in Einzelfällen bedeuten, dass ein Kind aus einer Familie genommen werden muss, um es zu schützen."

Vorbeugend wirken soll dagegen der erzieherische und präventive Jugendschutz. Hier gehe es um Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Darum, die Jugendlichen für Gefahren zu sensibilisieren. "Wir greifen Themen wie Suchtprävention, Umgang mit Medien sowie Prävention in den Bereichen sexueller Missbrauch und Gewalt auf ", schildert die Jugendamtschefin. "Hier leisten unsere School-Worker zum Beispiel großartige Aufklärungsarbeit", sagt Meyer. "Zudem organisieren wir Projekte mit verschiedenen Institutionen wie der Suchtberatungsstelle Knackpunkt oder mit Nele, dem Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen." Adressaten des erzieherischen Jugendschutzes seien nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Eltern und Pädagogen. "Gerade unsere Aufklärungsarbeit im Zuge des erzieherischen Jugendschutzes stößt bei den Schülern auf großes Interesse", ist die Leiterin des Jugendamts mit dem Erfolg der Maßnahmen zufrieden.

Auf einen Blick

Ansprechpartner: Wolfgang Sprengart (Grundsatzfragen und Planung, Personalkosten, Betriebskosten und Modellmaßnahmen), Telefon: (0 68 51) 80 12 16, Mail: w.sprengart@lkwnd.de; Monika Gerhart (Grundsatzfragen und Planung, eigene Maßnahmen und Veranstaltungen, Personalkosten, Betriebskosten und Modellmaßnahmen, Investitionsmaßnahmen), Telefon: (0 68 51) 80 13 59, Mail: m.gerhart@lkwnd.de; Gudrun Weyrich (Freizeitmaßnahmen und internationale Begegnungen), Telefon (0 68 51) 80 13 76, Mail: g.weyrich@lkwnd.de; Karin Holz (restliche Maßnahmen), Telefon: (0 68 51) 80 12 06; Jutta Brill-Huwer (0 68 51) 80 12 08. vsc