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JU: Zu wenig los in Wadern

JU: Zu wenig los in Wadern

Wadern. Bei einer Online-Umfrage haben sich nach Darstellung des JU-Stadtverbandsvorsitzenden Michael Molitor viele Defizite in Wadern gezeigt: So fehlten jugendgerechte Veranstaltungen, Geschäfte und Einrichtungen. Die JU fordert die Stadt dazu auf, in dieser Sache aktiv zu werden. "Das Ergebnis unserer Umfrage ist erschreckend

Wadern. Bei einer Online-Umfrage haben sich nach Darstellung des JU-Stadtverbandsvorsitzenden Michael Molitor viele Defizite in Wadern gezeigt: So fehlten jugendgerechte Veranstaltungen, Geschäfte und Einrichtungen. Die JU fordert die Stadt dazu auf, in dieser Sache aktiv zu werden."Das Ergebnis unserer Umfrage ist erschreckend. Den Jugendlichen fehlen viele Einrichtungen und Veranstaltungen, die eine Stadt attraktiver machen. Einige hegen wegen dieser Defizite sogar den Wunsch, Wadern zu verlassen", betont Molitor. An der von April bis Juni durchgeführten Online-Umfrage der JU über die Situation in Wadern nahmen nach eigenen Angaben fast 200 Personen teil. Über 80 Prozent von ihnen wünschen sich demnach eine Diskothek, ebenfalls viele einen Club oder eine Lounge in ihrer Stadt. Nur rund sechs Prozent der Teilnehmer finden, dass Wadern keine Diskothek benötigt. Über diese Diskussion hatte die SZ im Mai berichtet.

Aus der Umfrage geht nach Darstellung der Initiatoren ebenso hervor, dass der überwiegende Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Stadt am Wochenende wegen des mangelhaften Veranstaltungsangebots verlässt. "Sie bevorzugen es, die Fahrt nach Saarbrücken, Trier oder St. Wendel auf sich nehmen, um dortige Diskotheken oder Veranstaltungen zu besuchen", heißt es seitens der JU. Damit gehe das Risiko einher, dass sich diese Wochenendpendler irgendwann für den Wegzug aus Wadern entscheiden würden. Zeitgleich sagten jedoch fast 80 Prozent der Teilnehmer, dass sie mehr Zeit in Wadern verbringen würden, wenn es dort eine Diskothek gäbe.

Wie aus der Umfrage hervorgeht, mögen die Waderner Jugendlichen ihre Stadt, vor allem die Landschaft, das Hallen- und Freibad sowie den Park. "Jedoch sagen viele zur gleichen Zeit, dass sie wegen des Mangels an jugendgerechten Veranstaltungen, Geschäften und Einrichtungen Wadern in den nächsten Jahren verlassen wollen", so Molitor.

Sie beklagten demnach, "dass hier am Wochenende nichts los sei" und "selbst die wenigen Jugendveranstaltungen bereits sehr früh von den Veranstaltern beendet werden müssen". Kritisiert wird weiter, dass das Musikfestival "Rock am Bach" abgewandert ist. Ebenso würden, so Molitor weiter, die aus Sicht der Jugendlichen "überstrengen Auflagen" der Stadt für die School's out Party des Hochwaldgymnasiums und für Veranstaltungen der städtischen Jugendclubs kritisiert.

Auf die Frage, was die jungen Leute in Wadern noch vermissen, gaben laut JU viele das Fehlen von Modegeschäften, Konzerten und Veranstaltungen für Jugendliche sowie Schnellrestaurants an. "Wir bitten daher den Bürgermeister, sich des Themas anzunehmen und die Ansiedlung von Angeboten für Jugendliche voranzutreiben sowie die Auflagen für Jugendveranstaltungen zu überprüfen. Wir befürchten, dass Wadern ansonsten ins Hintertreffen gerät", erklärt der Stadtverbandsvorsitzende der Jungen Union.

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"Das Ergeb- nis unserer

Umfrage

erschreckt."

Michael Molitor