1. Saarland

Jörg Hooß ist heiß auf den Rekord

Jörg Hooß ist heiß auf den Rekord

St. Wendel. Endspurt zum dritten St. Wendeler Stadtmarathon - an diesem Sonntag ab 10 Uhr wird sich zeigen, was die Vorbereitungszeit wert war. Top in Form sieht sich beispielsweise Jörg Hooß (45) von den Lauftreff-Freunden (LTF) Marpingen. Das Mitglied der deutschen 100-Kilometer-Nationalmannschaft hat sich akribisch auf sein "Heimspiel" vorbereitet

St. Wendel. Endspurt zum dritten St. Wendeler Stadtmarathon - an diesem Sonntag ab 10 Uhr wird sich zeigen, was die Vorbereitungszeit wert war. Top in Form sieht sich beispielsweise Jörg Hooß (45) von den Lauftreff-Freunden (LTF) Marpingen. Das Mitglied der deutschen 100-Kilometer-Nationalmannschaft hat sich akribisch auf sein "Heimspiel" vorbereitet. Denn er will einen Rekord brechen, der seit 27 Jahren Bestand hat: "Ich starte dieses Jahr erstmals in der Altersklasse M45. Und für diese Altersgruppe steht in der Bestenliste des Saarländischen Leichtathletikverbandes seit 1982 für den Marathon eine Zeit von 2:34,01 Stunden zu Buche. Die will ich knacken."Erno Flesch hatte seinerzeit diese Bestmarke aufgestellt. Dass dieses Unterfangen für Hooß, der in den vergangenen 18 Jahren 80 Marathonläufe absolvierte, kein Selbstläufer wird, ist ihm klar: "Ich habe erst einmal im Leben diese Zeit unterbieten können. Das war 2005 beim Hamburg-Marathon." In 2:30,56 rannte er damals die 42,195 Kilometer. Damit er sein Ziel erreichen kann, hat der 1,83 Meter große Leichtathlet seit Jahresbeginn richtig reingehauen. "2300 Kilometer werde ich für dieses Jahr in den Beinen haben, wenn ich in St. Wendel über den Zielstrich laufe." In den zurückliegenden 14 Wochen hat der Ultra-Läufer durchschnittlich 160 bis 170 Kilometer die Woche trainiert. "Wenn ich für die Hunderter trainiere, mache ich mehr als 200 Kilometer die Woche", erklärt Hooß, der sich zum Marathon auf "Kampfgewicht" gebracht hat: "Vor einem Wettkampf gehe ich runter auf 72 Kilogramm. Mein Ziel sind zwar eigentlich immer die 70, aber die schaffe ich fast nie." Sein Normalgewicht liegt bei etwa 76 Kilogramm. Dass der Fürther seine Rekordjagd richtig ernst nimmt, unterstreicht die Tatsache, dass er in diesem Jahr für seine Verhältnisse "ausgeruht" nach St. Wendel kommt. "In den beiden vergangenen Jahren hatte ich kurz vor dem Marathon bereits meinen ersten Hunderter gelaufen und startete in St. Wendel nur aus Spaß. Das ist dieses Jahr anders."Für die Organisatoren des St. Wendeler Stadtmarathons hat er noch ein dickes Lob übrig: "Es gibt ja einige, die über die Strecke schimpfen, aber ich kann nur sagen, dass sie mir von Anfang an gut gefallen hat. Die ganze Veranstaltung finde ich super und sehr gut geplant." Das alles hätte ihn letztlich auch dazu motiviert, seinen Schwerpunkt auf diesen Lauf zu legen. "Ich finde, dass es so etwas im Saarland gibt, ist schon etwas ganz Besonderes. Und das will ich unterstützen." Das freut St. Wendels Marathon-Chef Thomas Wüst: "Wir wollten ein Lauffest für die Region machen. Und wenn man sich die Starterlisten anguckt, sieht man, dass bestimmt 80 Prozent der Teilnehmer aus einem Umkreis von 200 Kilometer kommen. So gesehen sind wir mit unserer Veranstaltung am Ziel angekommen."

Auf einen BlickRund 500 Helfer sind im Einsatz. Folgende Vereine unterstützen den Globus-Marathon: LTF Marpingen, THW St. Wendel, DRK St. Wendel, Freiwillige Feuerwehr St. Wendel, AH STV Urweiler, Billardclub St. Wendel, TV Bliesen, TV St. Wendel, LTF Mauschbach, SW Stennweiler, LTF Urexweiler, TuS Niederlinxweiler, LTF Selbach, LTF Alsweiler, LTF Winterbach, AH FC St. Wendel, RSF Niederlinxweiler, Wanderclub Stelzfüße, SV Werschweiler und JSG Nordsaar. Zudem sind rund 150 Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Einsatz. tog