1. Saarland

Jetzt kann die Kirmes kommen

Jetzt kann die Kirmes kommen

Wolfersweiler. Die Zeiten, in denen während der Laurentiuskirmes Toilettenwagen aufgefahren und die Utensilien für das Fest das Jahr über in einer Feldscheune gelagert werden mussten, sind vorbei. Kurz vor den Kirmestagen ist das Funktionsgebäude fertig gestellt worden. Darin befinden sich ein großer Lagerraum und drei Toiletten, eine davon behindertengerecht gebaut

Wolfersweiler. Die Zeiten, in denen während der Laurentiuskirmes Toilettenwagen aufgefahren und die Utensilien für das Fest das Jahr über in einer Feldscheune gelagert werden mussten, sind vorbei. Kurz vor den Kirmestagen ist das Funktionsgebäude fertig gestellt worden. Darin befinden sich ein großer Lagerraum und drei Toiletten, eine davon behindertengerecht gebaut. Die 15 Vorstandsmitglieder der Vereinsgemeinschaft Laurentiusmarkt haben den Bau in Eigenleistung unter Inanspruchnahme von vier Firmen errichtet. Vom Zelt aus, das immer zur Kirmes aufgebaut wird, führt ein ebener Weg aus Verbundsteinen zu den Toiletten."Schon vor 15 Jahren haben wir den Gedanken gehabt, ein solches Gebäude zu errichten", erzählt der Vorsitzende Rüdiger Eifler. Immer wieder habe es Hindernisse gegeben, mit dem Bau zu beginnen. Am 2. April war es dann so weit. Die ersten Mauern wurden hochgezogen. An mehr als 100 Arbeitstagen leisteten die Vorstandsmitglieder rund 1200 ehrenamtliche Stunden. Ab und zu wurden sie von Bürgern unterstützt. Ganz ohne Firmen kamen die Bauleute allerdings nicht aus. Die Unternehmen Kloos Bau (aus Heimbach/St. Wendel), Doorsline Fensterbau (Reitscheid), Baumaschinen Rech (Baumholder) und der Dachdeckerbetrieb Litz (Wolfersweiler) halfen mit.

Gekostet hat das Haus rund 38 000 Euro. 18 000 Euro steuerte der Wolfersweiler Ortsrat aus seinem Budget bei. 20 000 Euro wird die Vereinsgemeinschaft mit einem Darlehen über zehn Jahre finanzieren. Beim Tilgen der Schulden haben bereits Spender mitgeholfen, etwa der Motorsportclub und der Historische Verein Novallis. Auf Zuschüsse der öffentlichen Hand konnte der Verein nicht zurückgreifen. Ebenso kamen auf verschiedene Zuschussanträge an Institutionen nur negative Bescheide. "Es gab manchmal auch unüberwindbare bürokratische Hürden", hat Ortsvorsteher Eckhard Heylmann (SPD) erfahren. Beim Helferfest am Freitag dankte er im Namen des Ortsrates der Vereinsgemeinschaft für diese große Leistung. "Der Bau ist eine wichtige Verbesserung der Infrastruktur für unsere Kirmes." Auch der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Nohfelden, Herbert Meier, hatte Lob parat: "Es ist schön, dass wieder ein öffentliches Gebäude einen behindertenfreien Zugang hat." Nun fehlt nur noch der Außenputz. "Der kommt auf jeden Fall noch vor dem Einbruch des Winters", versicherte Rüdiger Eifler.