Jetzt funkeln edle Steine in der Aula

Jetzt funkeln edle Steine in der Aula

Sulzbach. "Goldumwoben - Erdgestanden" ist eine Ausstellung überschrieben, die am kommenden Freitag, 25. Juni, in der Sulzbacher Aula offiziell eröffnet wird. Sie zeigt Schmuckdesign und Malerei in künstlerischer Koexistenz. Die hier ausstellende Schmuck-Designerin Mona Moghim Beigi lebt und arbeitet in Teheran, der Maler Martin Sadat-Goucheh in Saarbrücken

Sulzbach. "Goldumwoben - Erdgestanden" ist eine Ausstellung überschrieben, die am kommenden Freitag, 25. Juni, in der Sulzbacher Aula offiziell eröffnet wird. Sie zeigt Schmuckdesign und Malerei in künstlerischer Koexistenz. Die hier ausstellende Schmuck-Designerin Mona Moghim Beigi lebt und arbeitet in Teheran, der Maler Martin Sadat-Goucheh in Saarbrücken.

Vorrangig stellen beide ihre Kunst aus, doch die zentrale Frage einer jeden künstlerischen Darstellung lautet: Wie reflektiert die Kunst den kulturellen Kontext, den Zeitgeist, alltägliche Lebensumstände? Bezaubernd und mit spielerischer Fantasie, teils silbern, teils golden, umfängt die Kunstschaffende Mona Moghim Beigi mit hoher technischer und ästhetischer Perfektion ihre Objekte aus Edel- oder Halbedelstein. In den Arbeiten sind die Einflüsse des persischen Metallwerks erkennbar: Das Bewahren einer alten Kultur - beflügelt von den Aspekten der Moderne. Kunst als Verbildlichung im internationalen Dialog, Grenzen überwindend - ohne die eigene Verortung zu vergessen.

Martin Sadat-Goucheh wiederum präsentiert mehrere in sich geschlossene Schaffenszyklen zu jeweils eigenständigen Themenkreisen. Unter dem Titel "Lebensräume" findet die künstlerische Auseinandersetzung mit dem weltweit zentralen Thema "Natur - Kultur" statt. Die Edition Erdungen befasst sich mit der Spiritualität im Alltag. Die Ausführung trägt durch den Einsatz verschiedener Arbeitstechniken und die Auswahl unterschiedlicher Materialien dem jeweils gewählten Thema Rechnung.

Die gleichzeitige Präsentation dieser auf den ersten Blick so unterschiedlichen Kunstformen spiegelt beim genauen Hinsehen sehr viel Gleichklang wieder und eröffnet dem Betrachter ein großartiges Spannungsfeld im sich ergänzenden Kontext, schreibt das Sulzbacher Kulturamt: "Dieser idealen Koexistenz wird auch im stilistischen Mittel der Ausstellung der Kunstobjekte Rechnung getragen, um dem Betrachter die Faszination zu bescheren, die diese Werke verdienen."

Der Dialog der Nationen wird fortgeführt im musikalischen Programm der Eröffnungs-Gala, die am Freitag ab 19.30 Uhr stattfindet. Der Tenor Vincenzo di Rosa bietet als gebürtiger Italo-Franzose in dem ihm eigenen unverwechselbaren Stil seine musikalischen Beiträge aus Klassik und Moderne dar. Am Klavier wird Vincenzo Di Rosa von seinem Pianisten, Georgi Mundrov, begleitet.

Geöfffnet ist die Ausstellung von 26. Juni bis 18. Juli, mittwochs bis freitags, 16-19 Uhr, sonntags 14-18 Uhr und nach Vereinbarung. red

Mehr Infos gibt es im Internet oder im Kulturamt bei Jörg Bier, Telefon (0 68 97) 924 83 10.

Mona Moghim Beigi.
Martin Sadat-Goucheh Fotos: Sadat-Goucheh.

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