Jetzt doch Haftbefehle gegen Kleinblittersdorfer Schläger

Landgericht Saarbrücken : Jetzt doch Haftbefehle gegen Kleinblittersdorfer Schläger

Den Männern wird räuberische Erpressung und Körperverletzung vorgeworfen. Das Landgericht korrigiert die Entscheidung des Ermittlungsrichters.

Trotz durchaus erheblicher Vorstrafen hatte ein Haftrichter am Saarbrücker Amtsgericht – wie bereits berichtet – vor etwa zwei Wochen keinen Grund gesehen, zwei brutale Schläger und Räuber nach einem Vorfall in Kleinblittersdorf in Untersuchungshaft zu schicken. Er wies damals den Haftbefehlsantrag der Staatsanwaltschaft zurück. Nach einer Beschwerde der Ermittler korrigierte nach SZ-Informationen das Landgericht jetzt diese Entscheidung der ersten Instanz. Gegen die zwei 24-Jährigen wurden angeblich Haftbefehle wegen Wiederholungs- und Fluchtgefahr erlassen.

Beiden Männern mit Adressen in der Gemeinde Mandelbachtal wird erneut besonders schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen am Montag, 21. Januar, gegen 22 Uhr am Bahnhof in Kleinblittersdorf zwei 18-Jährige brutal niedergeschlagen, auf sie eingetreten und die Handys gestohlen haben. Ein Täter war mit einem Schlagring bewaffnet. Eines der Opfer, so hieß es im Polizeibericht, konnte sich in ein zufällig vorbeifahrendes Auto flüchten. Beamte der Polizeiinspektion Saarbrücken konnten beide Täter wenig später stellen und vorläufig festnehmen. Der bei dem Überfall eingesetzte Schlagring wurde beschlagnahmt.

Die 24-Jährigen sind nach Informationen unserer Zeitung erheblich vorbestraft, unter anderem wegen schweren Raubes und Körperverletzungsdelikten. Nach Erlass der Haftbefehle ist offenbar einer der jungen Männer, der mehrere Dutzend Einträge im Polizeicomputer haben soll, auf der Flucht. Nach ihm wird gefahndet. Sein Komplize hat derweil, so heißt es, über einen Anwalt angekündigt, sich zu stellen – wohl in der Erwartung, dass der Haftbefehl unter diesen Vorzeichen gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wird.

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