Jahresrechnung beziffert Loch in Heusweiler Jahresrechnung 2011

Jahresrechnung beziffert Loch in Heusweiler Jahresrechnung 2011

Der Rechnungsprüfungsausschuss des Heusweiler Gemeinderates hat die Arbeit der Verwaltungsspitze 2011 unter die Lupe genommen, der Gemeinderat erteilte dem Bürgermeister schließlich Entlastung.

Fast einstimmig hat der Heusweiler Gemeinderat Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) und dessen gesetzliche Vertreter, die Beigeordneten Volker Leinenbach (CDU) und Dennis Roos (SPD), die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011 erteilt. Nur Rainer Trappmann (Die Linke) lehnte eine Entlastung ab. Zuvor hatte unter dem Vorsitz von Peter Woll (CDU) ein Rechnungsprüfungsausschuss die Arbeit der Verwaltungsspitze unter die Lupe genommen und die Jahresrechnung 2011 geprüft. Dem Ausschuss gehörten dem Michael Jakob (CDU), Karlheinz Bruckmann (SPD), Susanne Kellner (FDP) und Horst Saar (Linke) an.

Prüfungsschwerpunkte waren die Aufwendungen zur Sanierung der Wahlschieder Sport- und Kulturhalle, der Umbau des Holzer Glück-Auf-Weges sowie alle über- und außerplanmäßigen Ausgaben und Auszahlungen der Verwaltung.

Wie Peter Woll sagte, hat das Rechnungsjahr 2011 mit einem Minus von nahezu vier Millionen Euro (3 947 557,65 Euro) abgeschlossen. Gedeckt wird dieser Fehlbetrag teilweise durch Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage, die aber nur noch knapp 1,13 Millionen Euro beträgt und deshalb nicht ausreicht. Um den Fehlbetrag für das Jahr 2011 vollständig auszugleichen , müssen deshalb noch gut 2,8 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage entnommen werden. Diese Rücklage, die sich nicht auf tatsächliche Finanzmittel, sondern auf Werte der Gemeinde bezieht wie Gebäude und Straßen, wies zum 31. Dezember 2011 einen Stand von etwas über 53,2 Millionen Euro aus und verringert sich durch die Verrechnung des Fehlbetrages auf etwas über 50,4 Millionen Euro. Woll bilanzierte: "Die Haushaltsansätze weisen keine zahlungswirksamen Überschreitungen aus. Alle Vorgänge sind sachlich nachvollziehbar ausgewiesen worden." Der Jahresrechnung 2011 stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Zum Thema:

StichwortDie allgemeine Rücklage ist im Gemeindehaushalt ein Betrag von Finanzmitteln, der sicherstellen soll, dass Ausgaben rechtzeitig getätigt werden können. Die Mindesthöhe der allgemeinen Rücklage beträgt, je nach Bundesland, zwischen ein und zwei Prozent der Ausgaben im Verwaltungshaushalt.Die Ausgleichsrücklage stellt einen Puffer innerhalb des Eigenkapitals dar, um der Gemeinde eine flexiblere Haushaltswirtschaft zu ermöglichen, ohne gleich in ein formalisiertes Haushaltssicherungsverfahren gehen zu müssen. Die Ausgleichsrücklage bezieht sich allerdings nicht auf gefüllte Bankkonten, sondern auf die Sachwerte, sie kann durch Zuführungen von Jahresüberschüssen - so vorhanden - wieder aufgefüllt werden. dg