1. Saarland

Interview mit Andreas Weizel von Frida Gold - Konzert in der Garage

Interview mit Andreas Weizel von Frida Gold - Konzert in der Garage

Sie waren mal mit Ihrer Sängerin liiert. Verlief die Trennung harmonisch?Weizel: Keine Trennung kann harmonisch ablaufen. Sonst wäre irgendetwas falsch. Trennung bedeutet immer Schmerz. So war das auch bei uns. Wir hatten aber keine große Wahl. Wir trennten uns und gingen tags drauf für ein halbes Jahr ins Studio

Sie waren mal mit Ihrer Sängerin liiert. Verlief die Trennung harmonisch?Weizel: Keine Trennung kann harmonisch ablaufen. Sonst wäre irgendetwas falsch. Trennung bedeutet immer Schmerz. So war das auch bei uns. Wir hatten aber keine große Wahl. Wir trennten uns und gingen tags drauf für ein halbes Jahr ins Studio. Mit viel Zeitaufwand schafften wir es, uns unsere Freundschaft zu erhalten und auf eine neue Ebene zu bringen. Dazu mussten wir beide sehr an unseren Egos arbeiten. (lacht)

Sie studierten an der Popakademie in Mannheim. Was hat Ihnen das Studium gebracht?

Weizel: Ganz viel. Allein schon, weil ich dort Alina kennen gelernt habe. Zudem ist ein Ex- Kommilitone nunmehr unser Manager. Wir lernten da viele tolle Menschen kennen, die uns auf unserem Weg begleiten: unseren Keyboarder und diverse Produzenten etwa. Allesamt sehr kreative Menschen, die einen entspannten Umgang mit der Musik haben und damit ihren Lebensunterhalt verdienen bzw. ihren Lebensweg bestreiten wollen.

Vor einigen Monaten wurde Alina von einem Magazin zu einer der zehn schönsten Frauen der Welt gekürt. Die Reaktion der Band?

Weizel: Wir haben uns totgelacht. Wenn sie jetzt immer in den Tourbus einsteigt, heißt es: "Oh, hallo, eine der zehn schönsten Frauen will mit uns im Bus fahren." (lacht) Das hat aber keinen emotionalen Wert für uns. Andererseits war es für die Medien ein unglaublicher Aufhänger. Wir werden in jedem Interview darauf angesprochen. Interessant zu sehen, welch einen Wirbel solch eine Schlagzeile verursacht.

Können Sie den Medienrummel, der seitdem um Alina gemacht wird, nachvollziehen? Mitunter glauben die Menschen sogar, sie hieße Frida Gold.

Weizel: Dessen waren wir uns durchaus bewusst, als wir uns den Bandnamen ausdachten. Das geht schon in Ordnung. Sie ist als Frontfrau ein sehr extrovertierter Mensch und übernimmt für uns die Verantwortung in der Öffentlichkeit. Dass sie so sehr im Fokus steht, war eine natürliche Entwicklung. Aber abends stehen wir gemeinsam und geschlossen auf der Bühne.

Konzert am heutigen Montag, 20 Uhr, Garage, Saarbrücken.