1. Saarland

Innenminister winkt mit Zuschuss

Innenminister winkt mit Zuschuss

Herrensohr/Saarbrücken. "Das ist ein guter Tag für den Sport in Saarbrücken." Mit diesen Worten kommentierte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz ein Schreiben von Innenminister Stephan Toscani zur Finanzierung eines zusätzlichen Kunstrasenplatzes in der Landeshauptstadt

Herrensohr/Saarbrücken. "Das ist ein guter Tag für den Sport in Saarbrücken." Mit diesen Worten kommentierte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz ein Schreiben von Innenminister Stephan Toscani zur Finanzierung eines zusätzlichen Kunstrasenplatzes in der Landeshauptstadt. Danach stellt das Ministerium - vor dem Hintergrund des problematischen städtischen Haushaltes - einen Förderbetrag in Höhe von 150 000 Euro zugunsten des Projektes des TuS Herrnsohr zur Verfügung. Der Zuschuss, so die Stadtpressestelle, gehe nicht zu Lasten anderer Kunstrasenprojekte in Saarbrücken, da der Minister auf Rückforderung oder Verrechnung verzichte.In einem Schreiben an Stephan Toscani bedankte sich Charlotte Britz für die "unbürokratische Entscheidung" des Innenministers. Sie verwies darauf, dass zurzeit in Rockershausen und Güdingen ähnliche Projekte anstehen, die auch im Sinne der Jugendarbeit "dringend förderungswürdig" seien. Andere Vereine seien in Vorbereitung solcher Umbauarbeiten. Der Saarbrücker Stadtrat habe sich bisher immer einstimmig in Absprache mit den Bezirksräten zur Förderung von Rasenplätzen verständigt. Leider habe aufgrund der Haushaltssituation immer nur ein Platz pro Jahr finanziert werden können. Hinzu komme, dass man noch keinen genehmigten Haushalt 2011 habe, was der Umsetzung der Maßnahmen im Wege stehe.

In der Vergangenheit sei es Brauch gewesen, solche Themen im Rahmen der Haushaltsgespräche mit dem zuständigen Minister zu bereden - so beispielsweise hinsichtlich der Güdinger Rennbahn, der Sportplätze an der Camphauser Straße im FC-Sportfeld, in Schafbrücke oder am Kieselhumes. Der Minister habe nun aber "ein anderes Verfahren gewählt", das Britz vom Grundsatz her begrüßen könne, da "lange bürokratische Wege" ad acta gelegt seien. red