Zusammenlegung von Pfarreien: Initiative mobilisiert gegen Reform des Bistums Trier

Zusammenlegung von Pfarreien : Initiative mobilisiert gegen Reform des Bistums Trier

Das Bistum Trier strebt eine radikale Reform an: 887 Pfarreien sollen bis zum Jahr 2020 zu 35 „Pfarreien der Zukunft“ zusammengelegt werden. Als Gründe gibt das Bistum zahlreiche Kirchenaustritte, die demographische Entwicklung und den Priestermangel an.

Mit der Reform, für die Bischof Stephan Ackermann von einer eigens einberufenen Synode den Segen bekam, wird die Kirche in vielen Gemeinden wegfallen. Das Vermögen der einzelnen Kirchengemeinden wird auf die neuen Großpfarreien übertragen. Dagegen wehrt sich die „Initiative Kirchengemeinde vor Ort“, zu deren Mitstreitern auch Pfarrgemeinderäte aus dem Saarland gehören. Die Initiatoren befürchten, dass mit der „Enteignung der Kirchengemeinden“ das ehrenamtliche Engagement vor Ort ausstirbt. Bislang sind die Mitstreiter in Gesprächen mit dem Bistum zu keinem Konsens gekommen. Für den Fall, dass das Bistum bei den jetzigen Plänen bleibt, will die Initiative für eine Mahnwache vor Ackermanns Bischofssitz mobilisieren.

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