Initialzündung für weitere Investoren?

Initialzündung für weitere Investoren?

Saarbrücken. Früher stand hier mal ein Lidl-Markt. Heute erstreckt sich hinter den Häuserzeilen des Straßenvierecks Francois-/Gärtner-/Heuduck- und Werderstraße ein wildes Brachgelände. Doch das soll nicht so bleiben. Die Verwaltung hat in ihrem Stadtteilentwicklungskonzept für Alt-Saarbrücken vorgesehen, dass in diesem Carree Wohnraum entsteht

Saarbrücken. Früher stand hier mal ein Lidl-Markt. Heute erstreckt sich hinter den Häuserzeilen des Straßenvierecks Francois-/Gärtner-/Heuduck- und Werderstraße ein wildes Brachgelände. Doch das soll nicht so bleiben. Die Verwaltung hat in ihrem Stadtteilentwicklungskonzept für Alt-Saarbrücken vorgesehen, dass in diesem Carree Wohnraum entsteht. Fast 30 Bürgerinnen und Bürger folgten kürzlich einer Einladung der Linkspartei in Alt-Saarbrücken, um sich vor Ort über das künftige Baugebiet "Im Wittum" zu informieren.Der Bebauungsplan ist noch in Arbeit. Der noch vorläufige Entwurf sieht eine dreigeschossige Bauweise vor, die bisherige Aufteilung der Parzellen deutet auf Reihenhäuser hin. Über 10 000 Quadratmeter groß wird nach Angaben von Monika Kunz, Leiterin des Stadtplanungsamts, das Baugebiet, das zwei Straßen und einen 800 Quadratmeter großen zentralen "Quartiersplatz" erhält. Weniger als die Hälfte der Gesamtfläche ist bislang im Besitz der Stadt. Ein rund 2300 Quadratmeter großes Grundstück wird in Kürze die Baugemeinschaft "Gemeinsam Wohnen im Wittum" kaufen, um darauf ein Haus mit 17 bis 20 Wohneinheiten und Gemeinschaftsräumen für generationsübergreifendes Wohnen zu errichten (die SZ berichtete). Der Kaufvertrag ist in Arbeit. Die Planungen für dieses Bauprojekt stünden aber noch ganz am Anfang, teilte Roswitha Fischer, Sprecherin der Baugemeinschaft, mit - zur Enttäuschung der meisten Besucher, die vor allem wegen dieses Wohnprojekts gekommen waren. "Ob es Eigentumswohnungen werden oder ein genossenschaftliches Konzept mit Einlagen, ob 70 oder 90 Quadratmeter große Wohnungen, das wird sich erst in den nächsten Monaten entscheiden", erklärte Fischer. Da die Gruppe erst die Zusage der Stadt zum Erwerb des Grundstücks habe abwarten müssen, habe sie erst jetzt erste Gespräche mit einem Architekten aufgenommen. Aus fünf Paaren und drei Einzelpersonen besteht die Baugemeinschaft nach Angaben Fischers bislang, sie habe aber Anfragen von zwei jungen Familien und wünscht sich für ihr Mehrgenerationen-Konzept noch einige Familien mit Kindern mehr. Weitere Bauanfragen für das Gebiet gibt es laut Monika Kunz derzeit noch nicht. Da sich kein Investor für das Gesamtgebiet fand, wird die Stadt die Erschließung (Wege, Beleuchtung, Kanäle) selbst übernehmen. Die Stadt lege dann 90 Prozent der Erschließungskosten auf die Eigentümer um. Sie müssten demnach mit 80 bis 90 Euro pro Quadratmeter zusätzlicher Kosten zum Grundstückspreis rechnen, schätzt Kunz. Die Baugemeinschaft erwirbt ihr Grundstück nach SZ-Informationen zu einem Quadratmeterpreis von etwa 217 Euro. Sollte der Bebauungsplan, wie vorgesehen, im Frühjahr 2013 vom Stadtrat abgesegnet werden, will die Baugemeinschaft "Gemeinsam Wohnen im Wittum" Mitte 2013 die Grundsteinlegung vornehmen. Sollte es zu viele Interessenten für ihr Projekt geben, könnten sich ja weitere Baugemeinschaften bilden, regte Roswitha Fischer an. Laut Kunz ist diese Fläche das einzige innenstadtnahe Baugebiet in Tallage.

Info: Roswitha Fischer, Tel. (06 81)5 32 37, E-Mail: r.fischer@wohnenimwittum.de