1. Saarland

"In Wehrden streunen massig wilde Katzen herum"

"In Wehrden streunen massig wilde Katzen herum"

Völklingen/Warndt. Der örtliche Tierschutzverein schlug Alarm, jetzt diskutiert der Völklinger Stadtrat das Thema Kastrationspflicht nach dem Vorbild der Stadt Paderborn für freilaufende Katzen (wir berichteten)

Völklingen/Warndt. Der örtliche Tierschutzverein schlug Alarm, jetzt diskutiert der Völklinger Stadtrat das Thema Kastrationspflicht nach dem Vorbild der Stadt Paderborn für freilaufende Katzen (wir berichteten). Was sagen Tierfreunde aus Völklingen und dem Warndt? Ute Orth meint: "Keine schlechte Idee, viele Katzen laufen verwahrlost herum, und den Besitzern ist es teilweise egal. Eine Katze halten heißt, Verantwortung tragen. Oft sind es gerade die Menschen, die sozial schwach gestellt sind und sich viele Tiere halten aber irgendwann den Überblick verlieren."Silke Duchene sagt: "Eine Kastrationspflicht für Katzen finde ich gut. In der heutigen Zeit will jeder alles haben, und wenn dies zuviel wird, werden die Tiere wieder abgeschoben. Es müsste neben der Hundesteuer eine Katzensteuer geben, um damit Kastrationen für diejenigen zu finanzieren, die sich so eine teure Operation nicht leisten können."

Mathilde Kurz: "Kastrationspflicht bekommt mein 'Ja', um damit die unkontrollierte Vermehrung der frei laufenden Katzen in den Griff zu bekommen. Es gibt aber auch genug Katzenbesitzer, die es zulassen, dass die eigene Katze einen Wurf nach dem anderen macht und die Jungtiere werden dann verschenkt oder einfach ausgesetzt."

Rosemarie Kurz: "Wenn ich mir ein Tier nehme, trage ich Verantwortung. Jeder muss sich über die Folgekosten klar sein. Es geht nicht nur um das notwendige Futter, auch der Besuch beim Tierarzt oder eine Kastration ist oft unumgänglich. Da es viele Katzen kostenlos gibt, ist der Umgang mit ihnen auch entsprechend. Darum ist eine Kastrationspflicht unumgänglich."

Yvonne Götzl: "Eine Kastrationspflicht finde ich gut. Mittlerweile gibt es zu viele Katzen, auch ein Ergebnis unserer Wegwerfgesellschaft. Katzen werden am Anfang angenommen und dann sich selbst überlassen. Bei uns in Wehrden streunen massenweise verwilderte Katzen herum. Nachts höre ich sie schreien, wenn sie rollig sind. Für eine Kastration von mehreren Tieren gleichzeitig sollte es beim Tierarzt auch einen günstigeren Preis geben können."

Brigitte Tingler: "Ich habe selbst seit 16 Jahren zwei Katzen und beide sind kastriert. Für mich ist das beruhigend, denn ich weiß, sie bringen mir keine ungewollten Babies nach Hause. Eine Kastrationspflicht halte ich dringend für notwendig, denn die Tierheime sind voll mit Katzen, ganz zu schweigen die Verwilderten. Wer kein Geld hat, soll sich kein Tier anschaffen."

Georg Jungfleisch: "Bei frei laufenden und verwilderten Katzen sollte es eine Kastrationspflicht geben, welche allerdings von der Stadt oder den Gemeinden finanziert werden müsste. Bei Hauskatzen soll der Besitzer entscheiden können, ob er seine Katze kastriert oder nicht. Wenn jemand mit seiner Katze Nachwuchs will, dann ist das seine eigene Entscheidung und nicht die einer Kommune." hj

Foto:Jenal

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