1. Saarland

In Urexeweiler drehte sich alles ums Geflügel

In Urexeweiler drehte sich alles ums Geflügel

Urexweiler. Laut und bunt ging es am vergangenen Wochenende in der Mehrzweckhalle Urexweiler zu. Grund dafür war die Ausstellung des dortigen Geflügelzuchtvereins

Urexweiler. Laut und bunt ging es am vergangenen Wochenende in der Mehrzweckhalle Urexweiler zu. Grund dafür war die Ausstellung des dortigen Geflügelzuchtvereins. Rund 50 verschiedene Stämme von Hühnern, Enten, Gänsen und Ziervögeln waren ausgestellt und empfingen den Besucher nicht nur mit bunter Farbenpracht, sondern auch mit einer gigantischen Geräuschkulisse aus Schnattern, Gackern, Pfeifen und Krähen.Dabei bekam man sowohl bekanntere Tiere, wie die Felsentaube, das Perlhuhn, die Wachtel oder den Goldfasan zu Gesicht, aber auch besondere Rassen, von denen man unter Umständen noch nie etwas gehört hatte. So zum Beispiel die in Deutschland noch nicht anerkannten Faverolles-Hühner, die durch ihre imposante Größe und die kontrastreiche Färbung einiges an Aufmerksamkeit auf sich zogen. Oder auch die vom Aussterben bedrohte Pekingente, die gemeinsam mit Lauf- und Stockenten in einem kleinen Gehege zur Schau gestellt wurde. Zusätzlich konnte der Verein auch mit ganz eigenen Rassekreationen seiner Mitglieder aufwarten. Dazu gehörte der sogenannte Zwergtotleger, der eine Miniaturform des bereits anerkannten westfälischen Totleger-Huhnes ist.

"Die Ausstellung soll der Bevölkerung unser Hobby etwas näher bringen", erklärt Sascha Kleer, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins, den Gedanken hinter der aufwendigen Veranstaltung. Wer sich für die Geflügelrassen interessierte, konnte so einiges an Informationen direkt aus der Hand der Züchter bekommen und sich auf einen eventuellen Start ins Züchterleben vorbereiten. Was daran so erstrebenswert sei, konnte Kleer in wenigen Worten zusammenfassen: "Man lernt dabei nie aus", umreißt er die Faszination seines Hobbys. Das liege zum einen am direkten Umgang mit den Tieren selbst, aber auch an den vielen Fachgebieten, mit denen man sich zusätzlich auskennen müsse, wie zum Beispiel der Vererbungslehre.

Die schönsten Tiere gekürt

Neben der Ausstellung der Tiere gab es auch einen vereinsinternen Wettbewerb um die schönsten Tiere. Dabei ging es zum einen um die Landesverbandseherplakette und zum anderen um die Kreisverbandsehrenplakette. Auf einer Bewertungsskala von null (ungenügend) bis 97 (hervorragend) wurde jede Rasse auf Form, Farbe und Zeichnung geprüft, verglichen und bewertet. Auf Landesverbandsebene machte so Marina Biehl mit ihren altenglischen Zwerg- Kämpfern den ersten Platz, eine Rasse, die nicht nur durch ihr schönes Äußeres, sondern auch durch das lebhafte und kecke Wesen besticht. Zweiter wurden die Zimtenten von Dominik Hinsberger, deren kupferfarbener Körper ihnen ihren vielsagenden Namen verlieh. Dritter wurde Leo Dörr, dessen Amherstfasan vor allem durch das elegante, glanzreiche Gefieder auffiel. Auf Kreisverbandebene machte das weiße Leghorn von Anton Hinsberger das Rennen. Den zweiten Platz belegten die holländischen Zwerghühner von Anton Hubertus.