1. Saarland

In der Welt des Materialmixes

In der Welt des Materialmixes

Kirkel. Sie hat schon in New York, Paris und Luxemburg ausgestellt. Ihre Arbeiten haben einen internationaler Ruf. Christiane Lohrig ist eine der Großen in der experimentellen Malerei der Gegenwart. Ab Dienstag, 9. August, stellt sie ihre Arbeiten im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel aus

Kirkel. Sie hat schon in New York, Paris und Luxemburg ausgestellt. Ihre Arbeiten haben einen internationaler Ruf. Christiane Lohrig ist eine der Großen in der experimentellen Malerei der Gegenwart. Ab Dienstag, 9. August, stellt sie ihre Arbeiten im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel aus. Sie wurde 1958 in Saarbrücken geboren; machte 1988 ihr Diplom als Bauingenieurin an der HTW Saarbrücken. Während ihres Studiums begann sie mit künstlerischen Arbeiten in Öl und Acryl auf großformatigen Leinwänden und später auch auf Holz. Ab 1995 begann ihre Phase der experimentellen Malerei mit Acryl, Pigmenten, Papier, Stoff, und die Entstehung von Materialbildern. Neben der eigenen künstlerischen Tätigkeit war und ist sie im kunstpädagogischen Bereich in den Atelierräumen des Saarlandmuseums tätig. 2005 war sie auch Dozentin an der Volkshochschule in Saarbrücken. Seit damals betreibt sie ein eigenes Ateliers in Saarbrücken-Dudweiler.Kunstexperten sind sich unisonio einig: "Christiane Lohrigs Werke gehören in den Bereich der experimentellen Kunst; sie sind stark farbfixiert und in hohem Maße abstrahiert. Ausgangspunkt sind Erfahrungen, Erlebnisse, Erinnerungen, die häufig im Zusammenhang mit der Natur stehen und in einer ganz individuellen Bildsprache umgesetzt werden.

Die Künstlerin bemerkte über sich selbst: "Der künstlerische Schaffensprozess ist sehr langwierig und aufwändig, da die meist großformatigen, auf Leinwand oder Holz gearbeiteten Bilder in vielen Arbeitsgängen entstehen. Schicht für Schicht trägt man die Farben auf, mit Pinsel, Spachtel, Roller, Schwamm oder arbeitet mit den eigenen Händen mit den unterschiedlichsten Materialien wie Acryl, Sand, Steinmehle, Collagen, Papier, Stofffetzen oder verrosteten Stahl ein. Mit Hilfe von Schablonen werden Zahlen und Buchstaben aufgesprüht, um dann wieder zart übermalt zu werden. Schriftzeichen und Figuren werden in die noch nasse Farbe eingeritzt oder mit Tusche aufgetragen." Vor diesem Hintergrund wirken die Werke wie rätselhafte Chiffren; sie wirken aus den Tiefen der Bildgründe, die oft auch Spuren früherer Bemalung durchscheinen lassen. Mit ihrem vielfältigen Materialmix, dem fast skulpturalen Charakter und vielen verborgenen Hinweisen nehmen ihre Werke den Betrachter mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Emotionen und des Unbewussten. In den experimentellen Gemälden von Lohrig geht es um Spuren des Lebens, die sich hinter Schichten verbergen und in Schriftzeichen oder in vagen Figuren angedeutet werden.

www.bildungs

zentrum-kirkel.de

Auf einen Blick

Spielend mit Farben experimentieren.
Farben als signalgebende Elemente. Fotos: AK

Eröffnet wird die Christiane Lohrig-Ausstellung am Dienstag, 9. August, 17.30 Uhr, im Bildungszentrum Kirkel, Am Tannenwald 1. Die Ausstellung ist montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr zu besichtigen. Sie dauert bis zum Montag, 31. Oktober. Infos unter Tel. (06849) 90 90. jkn