In der Außenseiterrolle klappt es

In der Außenseiterrolle klappt es

Saarlouis/Düppenweiler. Zwei Stunden lang kämpften die Volleyballerinnen des Regionalligisten VSG Saarlouis in der August-Bebel-Halle, dann war der Tiebreak-Sieg (24:26, 25:16, 23:25, 25:12, 15:12) beim Tabellenführer TV Waldgirmes perfekt. "Wir hätten 3:0 gewinnen müssen

Saarlouis/Düppenweiler. Zwei Stunden lang kämpften die Volleyballerinnen des Regionalligisten VSG Saarlouis in der August-Bebel-Halle, dann war der Tiebreak-Sieg (24:26, 25:16, 23:25, 25:12, 15:12) beim Tabellenführer TV Waldgirmes perfekt. "Wir hätten 3:0 gewinnen müssen. Die Sätze eins und drei dürfen wir nicht abgeben", stellte Gilbert Pohl nach dem letzten Vorrunden-Spiel nüchtern fest. Insgeheim aber freute sich der VSG-Trainer riesig über das späte "Comeback" des amtierenden Meisters, der in Waldgirmes Außenseiter war. Im Pokal-Wettbewerb hatte die VSG Saarlouis mit dem Gewinn von Saarland- und Südwestpokal und später auch bei der 1:3-Heimniederlage gegen Zweitliga-Spitzenreiter Grimma glänzen können. In der Runde blieb der Tabellensechste aber hinter den Erwartungen zurück.Erfolg beim Herbstmeister Der Sieg beim Herbstmeister war verdient. Für die am Knie verletzte Zuspielerin Sarah Schuhn spielte Julia Hesidenz. Die 21 Jahre alte Nummer zehn zeigte Nervenstärke und brachte ihre Pässe an die Frau. So lagen die Saarländerinnen im ersten Durchgang mit fünf Punkten in Front. Probleme in der Annahme kosteten aber den Erfolg. Im zweiten Satz stand die Abwehr sicherer. Zudem baute die VSG im Angriff mehr Druck auf. Im dritten Satz lag die VSG mit 17:23 zurück, schaffte den Ausgleich, die letzten Punkte gelangen aber nicht. Mit einem 1:2-Rückstand ging es in den vierten Satz, den die Saarländerinnen wieder dominierten. Eine Angabenserie von Barbara Bylica mit sieben Punkten in Folge zur 21:10-Führung sorgte für die Vorentscheidung. Auch im anschließenden Tiebreak lag Saarlouis ständig in Front und hielt den Vorsprung bis ins Ziel. Pohl will den Sieg beim Spitzenreiter nicht überbewerten: "In dieser starken Liga spielen Platzierungen keine Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass jeder jeden schlagen kann." Fast jeder, wie sich im Saar-Derby zeigte. Geradezu im Schnelldurchgang schmetterte der Tabellensiebte TV Lebach Schlusslicht TV Düppenweiler in der Deutschherren-Halle in Beckingen mit 3:0 (25:14, 25:17, 25:13) vom Feld. Nach nur 20 Minuten führten die Gäste mit 1:0. Angefeuert von zahlreich mitgereisten Fans heizte der TV von Trainerin Marion Schwinn dem früh resignierenden Schlusslicht in den Sätzen zwei und drei kräftig ein. Am kommenden Wochenende startet die Rückrunde. Lebach spielt in Wiesbaden, Düppenweiler in Waldgirmes und Saarlouis zu Hause gegen Frankfurt.

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