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"In Benin weiß man, wo Sulzbach ist"

"In Benin weiß man, wo Sulzbach ist"

Viele lobende Worte fand der Bürgermeister von Bassila, Amidou Atta, für das Engagement der Saarländer zugunsten ihrer Partner in Afrika. Bis kommenden Sonntag dauert der Besuch, bei dem diverse Programmpunkte anstehen, zum Beispiel im Kindergarten und in Schulen.

Sulzbach. Wenn jemand sagt, dieser Ort sei seine zweite Heimat, ist das ein Kompliment. Eine solche Aussage trifft man wohlüberlegt. Sie bringt auch ein Gefühl, welches man in sich trägt, zum Ausdruck. So geschehen am Samstagabend, als beim Empfang der Stadt Sulzbach für Gäste aus der Partnerstadt Bassila in Benin Bürgermeister Amidou Atta ans Mikrofon im Salzbrunnenhaus trat. Das Oberhaupt von Bassila war voll des Lobes für die Partnerschaft, die Sulzbach seit 2005 zur Kommune in der ehemaligen französischen Kolonie Benin unterhält. Die saarländische Stadt sei seine "Adoptivgemeinde", sagte Atta über Sulzbach.Er hatte sich sogar für das anschließende Fußballspiel eigens einen Deutschlandschal umgelegt. Seit 1989 hat Benin die Demokratie als Staatsform. Amidou Atta betonte, dass die Verbindung keine einseitige Unterstützung sei. Jeder Euro an Hilfsmittel komme direkt vor Ort an und werde dokumentiert. Seine Gemeinde berichte regelmäßig an die Initiative "Sulzbach hilft Benin e. V."

Mit dem Geld werden Schulen, Kindergärten, Waisenkinder- und Medizinprojekte gefördert. "In Benin weiß man, wo Sulzbach ist", konnte auch der Honorarkonsul von Benin, Klaus Hartmann, vermelden.

In dem Wachsen von oben nach unten liege auch das Geheimnis dieser Patenschaft, erklärte Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam. Das Stadtoberhaupt verwies auf die Anfänge und das Jahr 2004, als man mit der Sammlung von Hilfsgütern startete und schon damals das Konzept Hilfe zur Selbsthilfe als Credo erkor.

Moderator Jörg Bier, bei der Stadt Sulzbach zuständig für die Projektpatenschaft, brachte es auf den Punkt: "Freundschaft ist ein Partner der Menschlichkeit". Und dann hatte der Empfang noch eine Uraufführung zum Gegenstand: "Dahomey", ein 45-minütiger Dokumentarfilm von Stefan Möhl, zeigt das Leben in Bassila. Astrid Frantz (Gesang), Bernhard Moehl (Klavier) und Wolfgang Winkler (Gitarre und Gesang) umrahmten die Veranstaltung musikalisch. jma