Aktuelle Zahlen : Immer mehr Krätzefälle im Regionalverband Saarbrücken

Aktuelle Zahlen : Immer mehr Krätzefälle im Regionalverband Saarbrücken

Im Regionalverband Saarbrücken ist zuletzt häufiger die Krätze (Scabies) gemeldet worden. Allein im Januar 2019 wurden aus dem Bereich der Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche 21 Fälle und ein Verdachtsfall gemeldet.

Die Zahlen sind möglicherweise noch höher, da es aus den Pflegeheimen und ähnlichen Unterbringungsmöglichkeiten für Erwachsene in diesem Jahr noch keine Meldungen von diagnostizierten Scabies-Erkrankungen gab.

Bereits in den vergangenen Jahren waren die Zahlen kräftig angestiegen und hatten sich ab 2015 Jahr für Jahr meist verdoppelt. Im Jahr 2018 waren es 96 Fälle der ansteckenden Hautkrankheit, wie die Pressestelle des Regionalverbandes Saarbrücken mitteilt

Einzelfälle von Krätze sind nicht meldepflichtig. An Orten, wo viele Menschen zusammenkommen, allerdings schon. Beim Auftreten in Schulen, Kinderheimen und Kitas muss eine Meldung erfolgen. Seit Mitte Juli 2017 besteht auch Meldepflicht bei Bewohnern und Personal von Einrichtungen wie Asylunterkünften, Pflegeheimen und Gefängnissen.

Krätze wird durch die Scabiesmilbe verursacht und übertragen. Anzeichen sind laut Robert-Koch-Institut ein Brennen der Haut und Juckreiz, der besonders nachts stark ausgeprägt ist. Es bildeten sich stecknadelgroße Bläschen, gerötete Knötchen oder Pusteln als Reaktion auf Eier und Ausscheidungen der Milben. Zwei bis fünf Wochen dauert es von der Infektion bis zu den ersten Symptomen. Dafür müsse aber mindestens zehn Minuten Hautkontakt mit dem Erkrankten bestehen. „Nur durch Händeschütteln wird Scabies nicht übertragen“, sagte Erik Senger vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen.

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