Immer mehr fair-engagierte Akteure

Immer mehr fair-engagierte Akteure

St. Ingbert und Blieskastel sind jetzt offiziell Fairtrade-Städte. Das wurde bei einer Tagung bekannt.

Unter dem Motto "Im kleinen Saarland entsteht etwas Großes" hatten Fairtrade Deutschland und der Regionalpartner, die Fairtrade Initiative Saarland (FIS), zu einer gemeinsamen Fachtagung nach Saarbrücken eingeladen.

Ziel der Veranstaltung war es, einen intensiven Austausch zwischen verschiedenen Handlungsbereichen des Fairen Handels zu ermöglichen und mit der Planung einer Strategie auf Landesebene zu beginnen. In der Dialogrunde berichteten Kultusminister Ullrich Commerçon und die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz als Vertreter aus der Politik. Vier Vertreter saarländischer Städte und Landkreise zeigten Umsetzungsmöglichkeiten in den Verwaltungen auf und gingen dabei auf Themenschwerpunkte wie "Fair & Regional" und "Bildung & Jugend" ein. Lisa Hermann von Fairtrade Deutschland, Leiterin der bundesweiten Kampagne "Fairtrade-Towns", gab während der Fachtagung erstmals die Kriterien bekannt, die ein Bundesland erfüllen muss, um den Titel "Fairtrade-Bundesland" zu erhalten. Die Krönung der Veranstaltung war aber die Auszeichnung von Blieskastel und St. Ingbert als die neuen saarländischen Fairtrade-Städte.

Um das Engagement auf kommunaler Ebene handlungsorientiert zu unterstützen, wurden vier Workshops angeboten, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich mit den Themen "Aktionsideen rund um den Fairen Handel", "Faire kommunale Beschaffung", "Fairer Handel und nachhaltiger Konsum" sowie "Fair.netzungsmöglichkeiten im Saarland" auseinandersetzten.

2009 wurde Saarbrücken die bundesweit erste Fairtrade-Stadt, die Universität des Saarlandes erhielt 2014 als erste deutsche Hochschule das Siegel "Fairtrade-University". Hinzu kommen Fairtrade-Town-Auszeichnungen für acht weitere Städte und Landkreise, acht Fairtrade-Schools, unzählige Faire Klassen und Faire Kitas.