Immer mehr ausländische Ärzte an Saar-Kliniken

Gesundheit : Immer mehr ausländische Ärzte an Saar-Kliniken

Nach einer aktuellen Statistik der saarländischen Ärztekammer arbeiten an hiesigen Kliniken immer mehr ausländische Mediziner. Von insgesamt 2829 Ärzten stammten mittlerweile 788 und somit fast 30 Prozent der Mediziner aus dem Ausland.

Sie leisteten damit „einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung“, teilte der Marburger Bund im Saarland mit.

Um den Einstieg in den Arztberuf im Saarland zu erleichtern, bietet der Marburger Bund gemeinsam mit der Ärztekammer des Saarlandes bereits seit vier Jahren die Informationsveranstaltung „Arbeiten in Deutschland“ an. „Diese Veranstaltung soll unseren ausländischen Kollegen verständliche und praxisnahe Informationen zum Klinikalltag, aber auch zu Themen wie Weiterbildung, Berufsordnung und Arbeitszeit geben. Je besser unsere Kolleginnen und Kollegen über unser Gesundheitssystem und ihre Rechte informiert sind, desto besser können sie sich in der Patientenversorgung einbringen“, erklärte Markus Hardt, Vorsitzender des Marburger Bundes im Saarland.  „Standardisierte Sprachkurse, wie vom Gesundheitsministerium vorgeschlagen, sind wichtig“, so Hardt weiter. Allerdings seien sprachliche Defizite nicht das alleinige Problem. Es bestünden zum Teil nicht nachvollziehbare bürokratische Hürden und viele Kollegen müssten lange darauf warten, endlich den ärztlichen Beruf uneingeschränkt ausüben zu dürfen. „Dies muss sich ändern“, forderte Hardt.