Im Kreis sollen weitere Gründerzentren entstehen

Im Kreis sollen weitere Gründerzentren entstehen

Homburg. Die Zukunft der Firmenansiedlungen in der Region liegt in kleinen Flächen, die es zu pflegen gilt: Doris Gaa, in Personalunion Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz (WFG) und der Saarpfalz-Park Bexbach GmbH, hat quasi vor der geschäftlichen Haustür ein Beispiel, wie's geht

Homburg. Die Zukunft der Firmenansiedlungen in der Region liegt in kleinen Flächen, die es zu pflegen gilt: Doris Gaa, in Personalunion Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz (WFG) und der Saarpfalz-Park Bexbach GmbH, hat quasi vor der geschäftlichen Haustür ein Beispiel, wie's geht. Der Saarpfalz-Park ist eine Erfolgsgeschichte mit Modellcharakter: "Jetzt gilt es, die Übertragbarkeit des Konzepts auf den Kreis zu schaffen", meinte Gaa beim Besuch der Homburger SZ-Redaktion.Der Saarpfalz-Park hat sich rasant entwickelt: Aus dem ehemaligen Bundeswehrgelände ist ein modernes Gewerbegebiet mit Schwerpunkt Existenzgründung geworden. 1998 gab's dort drei Firmen mit 25 Arbeitsplätzen, im vergangenen Jahr waren es 76 Firmen, die 693 Menschen Lohn und Brot geben. "Unser Konzept war von Anfang an, kleinteilige Flächen zu bieten und Angebote für Existenzgründer, speziell auch aus dem Handwerk, vorzuhalten." Deswegen, so die Geschäftsführerin, stimme auch der Vorwurf nicht, man stehe in Konkurrenz zum Bexbacher Gewerbegebiet Big: "Dort gibt es nur große Flächen."Das Konzept Saarpfalz-Park ist aufgegangen, jetzt sollen die Erfahrungswerte aus diesem Modell in den Kreis einfließen", bekräftigt Gaa. "Handwerkliche Gründerzentren kann man auch im Bliestal ansiedeln. Auch auf dem Zunderbaum-Gelände sind kleinere und mittlere Flächen denkbar." Derzeit sei man im Gespräch mit Bürgermeistern, ob und wo es Objekte gebe, die sich für handwerkliche Gründerzentren eignen. "Unser Credo muss bleiben: Wo man Gewerbeflächen erschließt, muss an Kleinparzellierung gedacht werden. Wir haben seit zehn Jahren eine starke Nachfrage nach kleinen, flexiblen Parzellen, die stetig ansteigt. Ganz wichtig für unsere Arbeit ist auch die Bestandspflege. Man muss auch die kleinen Ansiedlungen schätzen, schließlich können sie ja, wie im Saarpfalz-Park oft geschehen, wachsen", so die WFG-Geschäftsführerin.Hätte sie einen Wunsch frei, ohne aufs Geld schauen zu müssen, muss Doris Gaa nicht lange überlegen: "Ich würde ein handwerkliches Gründerzentrum im Bliesgau und die Kleinparzellierung im Zunderbaum verwirklichen." Mit Unternehmer-Stammtischen und ähnlichen Veranstaltungen will man das Potenzial des ländlichen Raums entwickeln. "Lebendige Dörfer sind nur dann denkbar, wenn auch vor Ort Arbeitsplätze vorhanden sind." Ein angedachter räumlicher Wechsel der Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Bexbach nach Blieskastel würde Sinn machen: "Die Verzahnung von Tourismus, Wirtschaftsförderung und Biosphärenregion unter einem Dach ist sinnvoll, auch im Hinblick auf eine stärkere Vermarktung von regionalen Produkten." Im Juni wird es eine Veranstaltung der WFG unter dem Titel "Quo vadis, Bexbach?" geben, kündigte die Geschäftsführerin an. rs "Pflege des Bestands wichtig für unsere Arbeit."Doris Gaa

Das Gründerzentrum Handwerk im Saarpfalz-Park soll Nachahmer im Kreis finden. Foto: SZ/Honk.

Auf einen BlickDer Bexbacher Saarpfalz-Park hat, was den Flächenverkauf an Firmen angeht, im vergangenen Jahr eines seiner besten Jahre erlebt, so Geschäftsführerin Doris Gaa. Im zwölften Jahr seines Bestehens bieten dort 76 Firmen insgesamt 693 Arbeitsplätze. rs