Im Kindergarten ist's wieder warm

Im Kindergarten ist's wieder warm

Nachdem die alte Heizung den Geist aufgegeben hatte, musste der Kutzhofer Kindergarten Knall auf Fall in ein Provisorium ziehen. Nun ist die Heizung ausgetausch, und die Kinder konnten ihre Rückkehr feiern.

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen. Am 25. November hatte die Heizung in der Kutzhofer Barbarahalle endgültig ihren Geist aufgegeben, ruckzuck musste gehandelt werden, denn dort ist auch die Kita untergebracht. Die Sanierung verlief im Sauseschritt. 38 Kindergarten- und acht Krippenkinder feierten am Donnerstag zusammen mit Bürgermeister Thomas Redelberger die Rückkehr in gewohnte Umgebung.

Die Heizung war an einem Wochenende kaputtgegangen, auf die Schnelle wurde das Gebäude neben der Dilsburger Grundschule, die ehemalige Schulbücherei, in eine provisorische Kita verwandelt: Stefan Groß vom Schulamt, Bernd Jochum von der zentralen Gebäudebewirtschaftung, Hartmut Schnur vom Ordnungsamt und die Crew vom Bauhof legten sich mächtig ins Zeug. Die Glastüren wurden durch Holz ersetzt, die Heizkörper verkleidet, die Toiletten mit Podesten kindgerecht gemacht. Man habe "hervorragend improvisiert", fasst Bürgermeister Thomas Redelberger zusammen. Das Landesjugendamt erteilte die Betriebserlaubnis. Auch Kitaleiterin Ursula Himbert und ihre sieben Mitarbeiterinnen hatten alle Hände voll zu tun. Jede Windel, jeder Schnuller, alles musste ein- und ausgepackt werden. Ganz zu Schweigen vom Mobilar und den vielen Spielsachen.

Das Grundschulteam kam dem Nachwuchs aus Kutzhof sehr entgegen: Die Kleinen durften die Turnhalle und den Schulhof nutzen. Das Küchenpersonal kam sogar extra eine Stunde früher, um die Kitakinder zu bekochen. Die Kinder hätten den vorübergehenden Umzug toll gefunden: "Es war für sie wie Abenteuerurlaub", meint Ursula Himbert. So hatte man mal Gelegenheit, Heusweiler zu erkunden. Spaziergänge führten auf den Wochenmarkt und zum Kindergarten in der Goethestraße.

Die Anthrazit-Heizung der Barbarahalle, Baujahr 1993, war nicht aus heiterem Himmel kaputtgegangen. Die automatische Transportschnecke war schon seit zwei Jahren defekt. Hausmeister Sascha Rech-Jablonski füllte von Hand nach.

Die Barbarahalle ist jedoch der Standort für ein geplantes Multifunktionsgebäude (Kindergarten, Feuerwehrstützpunkt, Mehrzweckhalle, Seniorentreff). Ob es aber ein Neubau oder eine Sanierung wird, hängt von den Fördergeldern ab und steht noch nicht fest. So wurde mit der Heizung abgewartet. Die Alternativpläne lagen aber schon in der Schublade. Die Angebote für eine Gasheizung hatte man schon vorher eingeholt, und so konnte man schnell loslegen. Zum Glück war die Wetterlage so, dass die Anschlussrohre gelegt werden konnten. Innerhalb von zwei Wochen waren alle Arbeiten fertig. Zwei weitere Wochen dienten dem Aufwärmen des Gebäudes.

Alles in allem hat die neue Heizung 30 000 Euro gekostet. Aber die Anlage ist, so Bürgermeister Redelberger, eine Investion in die Zukunft. Sie kann erweitert oder auch reduziert werden, und sie passt auch zu einem Neubau.