1. Saarland

Im Heimspiel die Auswärts-Seuche vergessen machen

Im Heimspiel die Auswärts-Seuche vergessen machen

Saarlouis. "Zuhause hui, auswärts pfui", lautet das Zwischenfazit von Spielertrainer Carsten Hubrig nach den ersten fünf Partien der SSV Saarlouis in der Fußball-Landesliga. Während der Aufsteiger daheim gegen die SF Saarbrücken und Viktoria Hühnerfeld jeweils glatt mit 3:0 siegte, gab es in der Fremde bisher drei Pleiten

Saarlouis. "Zuhause hui, auswärts pfui", lautet das Zwischenfazit von Spielertrainer Carsten Hubrig nach den ersten fünf Partien der SSV Saarlouis in der Fußball-Landesliga. Während der Aufsteiger daheim gegen die SF Saarbrücken und Viktoria Hühnerfeld jeweils glatt mit 3:0 siegte, gab es in der Fremde bisher drei Pleiten. "Irgendwie haben wir auswärts die Seuche", sagt Hubrig und bezieht das vor allem auf die Spiele beim SV Auersmacher II und zuletzt beim 1. FC Schmelz, die beide auf kuriose Weise mit 3:4 verloren gingen. Vor allem die Partie in Schmelz wird ihm noch länger im Gedächtnis bleiben. Nach einer Stunde sah Hubrig dort binnen weniger Sekunden Gelb-Rot - aus seiner Sicht völlig zu Unrecht: "Nach einem Foul an mir gab es Gelb für einen Schmelzer Spieler. Darüber haben sich die Zuschauer aufgeregt und als ich merkte, dass der junge Schiedsrichter ängstlich wirkt, wollte ich ihn beruhigen. Dann zeigt er mir Gelb mit der Begründung, er habe mich schon ermahnt, ruhig zu sein. Das war aber gar nicht der Fall. Als ich ihm dann sagte, er verliere die Übersicht, gab er Gelb-Rot", schildert Hubrig die Szene. Umso bitterer, da Saarlouis gerade das 3:3 erzielte und auf gutem Weg schien: "Nach dem Ausgleich waren wir am Drücker. In meinen Augen war das der Knackpunkt für die Niederlage", meint Hubrig. Auch wenn die Schmelzer erst nach einem weiteren SSV-Platzverweis zum 4:3 kamen: Peter Weber musste mit Ampelkarte runter - ebenfalls umstritten. Den letztlich entscheidenden Elfmeter (Timo Staroscik verwandelte) - und auch das dritte Saarlouiser Gelb-Rot gegen Trainerkollege Angelo Bonsignore - sah er zwar als korrekt an, tröstlich war das aber nicht. Da passte es auch ins Bild, dass Dennis Milano kurz vor Ende sogar das mögliche 4:4 knapp verpasste.

Trotz des großen Pechs, das der SSV auswärts bislang widerfuhr, hat Hubrig aber generell einen Unterschied ausgemacht: "Ich denke, wir sind auswärts noch nicht so tüchtig wie zuhause", sagt der 31-Jährige. Nur gut, dass jetzt ein Heimspiel ansteht. Am Samstag trifft Saarlouis um 17 Uhr auf den SSV Oppen. Hubrig: "Unser Ziel sind drei Punkte, dann sieht die Welt wieder anders aus. Allerdings gibt es in dieser Klasse kein leichtes Spiel und einen Gegner unterschätzen, werden wir nicht." Wohl nicht zuletzt gerade auch wegen der jüngsten Ereignisse. bene