1. Saarland

Im Gedenken an Bischof Martin von Tours

Im Gedenken an Bischof Martin von Tours

Der Heilige Martin von Tours, der das Reich der Franken und die von ihnen besiedelten Gebiete geprägt hat, war in der lateinischen Kirche der erste, der den Grad der Heiligkeit nicht durch seinen heldenhaften Tod als Märtyrer, sondern durch sein heroisches Leben erreichte. Vor mehr als 1600 Jahren, am 8. November 397, ist der dritte Bischof von Tours gestorben. Noch heute wird am 11

Der Heilige Martin von Tours, der das Reich der Franken und die von ihnen besiedelten Gebiete geprägt hat, war in der lateinischen Kirche der erste, der den Grad der Heiligkeit nicht durch seinen heldenhaften Tod als Märtyrer, sondern durch sein heroisches Leben erreichte. Vor mehr als 1600 Jahren, am 8. November 397, ist der dritte Bischof von Tours gestorben.

Noch heute wird am 11. November mit Fackel- und Lichterzügen und großen Martinsfeuern an den Heiligen Martin erinnert. Die dabei nachgestellte Szene der Mantelteilung hat einen echten Bezug zum Leben von Martin von Tours. Im Alter von 18 Jahren, als er als Soldat in Amiens stationiert war, teilte er tatsächlich seinen Mantel, um die andere Hälfte einem frierenden Bettler zu überlassen.

Seit Jahrhunderten ist Sankt Martin ungeheuer populär. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass er das Ideal eines Bischofs nach der Zeit der Christenverfolgung verkörperte. Er war ein asketischer Mönchsbischof, der missionierend und predigend seine Epoche prägte und durch zeichenhafte Wunder aufrüttelte. Zum anderen war der feste Gedenktag auch eine Möglichkeit, Sommer und Herbst zu verabschieden und die Ergebnisse der Ernte bei einem großen Fest zu genießen. cms