Im Alten Weiher wird Naturrasen gesät

Im Alten Weiher wird Naturrasen gesät

Ottweiler. Die letzte Schlacht um "Natur" und "Kunst" ist geschlagen: Die Mehrheitsverhältnisse im Ottweiler Stadtrat kamen dabei der Natur zugute. Im Klartext: In den nächsten Tagen wird damit begonnen, den Hartplatz Im Alten Weiher in einen Naturrasenplatz umzuwandeln

Ottweiler. Die letzte Schlacht um "Natur" und "Kunst" ist geschlagen: Die Mehrheitsverhältnisse im Ottweiler Stadtrat kamen dabei der Natur zugute. Im Klartext: In den nächsten Tagen wird damit begonnen, den Hartplatz Im Alten Weiher in einen Naturrasenplatz umzuwandeln. Bei der Stadtratssitzung am Mittwochabend waren in ganzer bandbreite noch einmal die Argumente der seit 2002 anhaltenden Diskussion um die Vor- und Nachteile von Kunst- und Naturrasen ins Feld geführt worden. An der Meinungsbildung der Fraktionen änderte dies nichts mehr - SPD und FDP setzten das Aussäen von Naturrasen durch, CDU und FWG blieben mit ihrem Plädoyer für das Ausrollen von Kunstrasen in der Minderheit.So wird die Spezialfirma Becker aus Taunusstein-Hahn, die mit einem Angebot über 293000 Euro als günstigster von drei Bietern im Stadtrat den Zuschlag bekam, umgehend im Alten Weiher anrücken. Der neue Rasenplatz wird voraussichtlich im Herbst benutzbar sein. Bis dahin müssen sich die Hauptnutzer Ausweichmöglichkeiten suchen: Die Leichtathleten des TV Ottweiler und die Fußballer des SV Ottweiler, die in der kommenden Runde voraussichtlich eine Spielgemeinschaft mit der DJK Ottweiler eingehen werden.Der 1. Beigeordnete Wilfried Hopf, der für den erkrankten Bürgermeister die Sitzung leitete, hatte zuvor dargelegt, dass die Stadt mit Gesamtkosten von 350000 Euro für den Naturrasenplatz rechnet. Diese Summe werde überwiegend aus Haushaltsresten aufgebracht, daneben kalkuliere man mit einem Zuschuss der Sportplanungskommission von 50000 Euro und einer Beteiligung des Sportvereins von mittlerweile 25000 Euro. Der SV habe auch eine Eigenleistung von bis zu 8000 Euro beim Platzbau zugesagt. Der TV sehe sich nicht in der Lage, sich finanziell oder mit Arbeitskraft am Bau zu beteiligen. In der Debatte sahen SPD und FDP den Naturrasen als Lösung mit Augenmaß, während CDU und FWG mutmaßten, dass sich Verwaltung und Ratsmehrheit für ein finanzielles Abenteuer entscheiden.

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