Illinger helfen nach Hochwasser

Illinger helfen nach Hochwasser

Nachdem das Hochwasser unter anderem in Sachsen verheerende Schäden anrichtete, sind gestern THW-Helfer vom Illinger Ortsverband in das Hochwassergebiet gefahren. Die Truppe sei hoch motiviert, aber auch etwas nervös, hieß es.

Zwölf THW-Helfer von Ortsverband Illingen haben sich auf dem Weg in die Katastrophengebiete in Sachsen gemacht. Zwölf Stunden bereiteten sie sich seit vorgestern vor, packten und überprüften die Ausrüstung. Um 11.15 Uhr rollten gestern vier große Lkw mit Blaulicht vom Hof der THW-Unterkunft in Illingen. Die erste Station der Helfer war St. Ingbert. Von dort aus ging es dann gemeinsam mit anderen THW-Einheiten zunächst in das hessische Bad Hersfeld. Die Helfer wurden von dort aus mit den Pumpen und den Stromerzeugern weiter in die betroffenen Städte verlegt.

Das Illinger THW wird voraussichtlich in Grimma eingesetzt. Wie es auch bei der großen Hochwasser-Katastrophe 2002 der Fall war. An die kann sich der Ortsbeauftragte Jörg Lauer noch gut erinnern. Damals war er Zugführer und vierzehn Tage in Grimma im Einsatz. Nun kann er als "Chef" seiner Mannschaft wertvolle Tipps für den Einsatz geben. Lauers Mannschaft ist hoch motiviert aber auch ein wenig nervös. Für die meisten der recht jungen Truppe ist dies der erste große Einsatz außerhalb des Saarlandes. "Zehn bis 14 Tage sind veranschlagt", berichtet Lauer. Seine Aufgabe in den vergangenen 24 Stunden war zu telefonieren und zu organisieren. "Ich musste zunächst die Helfer mobil machen und dann alles mit den Arbeitgebern regeln", berichtet er. Bei den meisten Chefs rannte er mit der Anfrage nach Freistellung der Helfer offene Türen ein. "Ein großes Lob an die Arbeitgeber meiner Helfer, die stehen alle voll hinter dem Einsatz ihrer Mitarbeiter", freut sich Lauer .

Die Jüngste im Einsatzteam ist Julia Schlicher, und mit 18 Jahren darf sie gerade so mit in den Einsatz. Vor dem Ausrücken, musste sie noch die Schulbank drücken und eine Mathearbeit schreiben. Auf die Frage was die Helfer im Einsatzgebiet nun erwartet, gibt es gemischte Stimmen. Zum einen sind alle auf die Aufgaben gespannt, die an das Team gestellt werden. Groß ist aber auch die Ungewissheit, was auf sie zukommt. Helfer Erik Meisberger bringt es auf den Punkt: "Wir werden den Menschen zunächst mit unserer Technik helfen, wir werden aber auch die Menschen trösten und ihnen vermitteln, dass sie nicht alleine sind."

Stolz auf seine THW-Truppe ist auch Illingens Bürgermeister Armin König. Er und auch der Ortsvorsteher von Illingen, Wolfgang Scholl waren bei der Verabschiedung mit dabei. "Ich habe Hochachtung vor dem großen Engagement der THW-Helfer" so König. Bevor es mit Blaulicht vom Hof ging, überreichte Ortsbeauftragter Lauer seinem Zugführer Peter John die Standarte des Illinger THW.

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