1. Saarland

IG Metall mit Tarifrunde zufrieden

IG Metall mit Tarifrunde zufrieden

Robert Hiry wertet Einigung in Nordrhein-Westfalen als „gutes Zeichen“ für die Saar.

"Geht am Sonntag wählen", ermunterten Robert Hiry, 1. Bevollmächtigter der IG-Metall Völklingen, und sein Stellvertreter Guido Lesch die 125 Delegierten der Geschäftsstelle Völklingen in bei der letzten Konferenz in Roden. Auch die dieses Jahr anstehenden Sozialwahlen seien als "Kernstück der Demokratie" wichtig, "gebt die Stimme der IG-Metall", sagte Lesch. In seinem Statement unterstrich er die "Hartnäckigkeit der IG-Metall in der politischen Debatte", die in den Augen der Metaller heiße: Nein zur Rente mit 67, Kritik an der Agenda 2010 und sozialen Spaltung der Gesellschaft.

Als "sehr ernst" beschrieb Hiry in seinem Geschäftsbericht die Lage in der Welt. Die Folgen des Austritts der Briten aus der EU bezeichnete er als unabsehbar, denn Großbritannien sei ein wichtiger Handelspartner. Alleine im Jahr 2015 verzeichnete man deutsche Exporte nach England in Höhe von rund 89 Milliarden Euro. Sorge bereitet ihm auch der so genannte Rechtspopulismus und die Restriktionspolitik des neuen US-Präsidenten Trump, die zum Verlust Tausender Arbeitsplätze in Deutschland führen könne.

Zufrieden hingegen sind die Gewerkschafter der IG-Metall mit den jüngsten Tarifverhandlungen. Die IG-Metall und der Stahlarbeitgeberverband in Nordrhein-Westfalen haben sich auf Lohn- und Gehaltserhöhungen um 2,3 Prozent geeinigt. Das sei ein gutes Zeichen für die Verhandlungen im Saarland. Der Tarifvertrag an der Saar laufe bis Ende Mai, doch schon am 27. März trete die Tarifkommission in Kirkel zusammen, sagte Hiry.

Zufriedenstellend sei die Mitgliederentwicklung der IG-Metall im Jahr 2016 verlaufen, merkte Hiry an. Insgesamt zähle die IG-Metall 2,2 Millionen Mitglieder, im Bereich der Geschäftsstelle Völklingen seien es zurzeit 28 580.

Hart verurteilte Hiry die "kriminellen Machenschaften von VW" im Dieselabgasskandal. Der Dieselmarkt sei faktisch zusammengebrochen mit Folgen auch für die Beschäftigten an der Saar. Bei dem Dillinger Automobilzulieferer Nemak zum Beispiel arbeiteten 1100 Beschäftigte. Nach dem VW-Skandal gingen die Aufträge der Autohersteller "drastisch" zurück. Nur dem Betriebsrat sei es zu verdanken, dass betriebsbedingte Kündigungen vorerst auszuschließen seien.