1. Saarland

Hühnertommy und eine dicke Rapunzel

Hühnertommy und eine dicke Rapunzel

Haupersweiler. Viel zu lachen gab es am Samstagabend auf der Hauberschwiller Kappesitzung im Vereinshaus. Die IG Fastnacht des Turn- und Sportvereins hatte für die Büttenreden die passenden Themen ausgewählt, die richtigen Tanzgruppen auftreten lassen und präsentierte bekannte Märchen in modern abgewandelter Form. Claudia Weisgerber bewährte sich zu Anfang als Eisbrecher

Haupersweiler. Viel zu lachen gab es am Samstagabend auf der Hauberschwiller Kappesitzung im Vereinshaus. Die IG Fastnacht des Turn- und Sportvereins hatte für die Büttenreden die passenden Themen ausgewählt, die richtigen Tanzgruppen auftreten lassen und präsentierte bekannte Märchen in modern abgewandelter Form.Claudia Weisgerber bewährte sich zu Anfang als Eisbrecher. Sie kam mit einem Clowngesicht in der Hand auf die Bühne, das einen Reißverschluss über dem Mund hatte. Dass der liebe Gott die "Menschenschnisser" nicht mit einem solchen Reißverschluss ausgestattet hatte bedauerte sie sehr, weil es nämlich viele Gelegenheiten gebe, ihn zu benutzen. "Reißverschluss auf — Reißverschluss zu" wäre, so meinte sie, eine praktische Sache, je nachdem wer gerade das Maul auftun will. Zumachen würde sie den Verschluss auf jeden Fall bei einem knaatschigen Ehemann, bei der schwatzhaften Nachbarin und bei so manchem Politiker. Und die Dicken hätten es an der Kuchentheke leichter und würden, um nicht in Versuchung zu geraten, einfach den Reißverschluss zumachen. Richtig lustig wurde es, als der Hühnertommy (Thomas Schulte) auftrat. Der etwas klein geratene Helfer des Bauern (Lothar Daubenfeld) zog ein Blumenwägelchen hinter sich her, stotterte und hatte Mühe, etwas über seine Hühner zu erzählen, weil er sich ständig verhaspelte.

Der Bauer meinte, dass Tommys Vater wohl Chemiker gewesen und sein Sohn als "eine Laune der Natur" zur Welt gekommen sei. Als Neulinge in der Bütt legten die Beiden einen tollen Start hin. Die Bauchrednerin Denise Schulte brachte die Narren heftig zum Lachen. "Ich habe einen schönen Bauch und kann gut reden", erzählte sie. Um ihren Mann von ihren Fähigkeiten zu überzeugen, ließ sie sich in Las Vegas als Bauchrednerin ausbilden, war rechtzeitig zur Hauberschwiller Kappesitzung zurück und hatte ihre "Puppe" Daniela Wagner mitgebracht. Der rührige Bauer (Stefan Maldener) bewies, dass er nicht aufs Maul gefallen ist. Nicht nur, dass er Beweise dafür lieferte, dass es auf dem Land viel schöner als in der Stadt ist. Er hatte auch ein Rezept, wenn die Gemeinde Freisen Entscheidungen trifft, die ihm nicht passen. Dann fährt er mit dem Güllefass hinter das Haus des Bürgermeisters und "spritzt ihm 1000 Liter Schweinescheiße an die Sichtschutzlamellen". Dass "offem Rambert emmer noch e pä Hartgesottene campe", bestätigten Arno Braun und Eric Scheer.

Vier Märchen in abgewandelter Form bereicherten das Programm. Zuerst kamen Max und Moritz (Nico Stoll und Stefan Maldener). Sie beobachteten die Witwe Bolte (Miriam Gemmel), die ihre toten Hühner auf dem Grillfass röstete, und angelten sie von einer Mauer herunter, so, wie man es von Wilhelm Busch her kennt. 20 Ellen langes Haar hatte die nicht gerade zierliche Rapunzel (Eric Scheer). Trotzdem warb Königssohn Matthias Müller um sie: "Komm', ich schnappe dich und ab geht's nach Texas". Auch Froschkönig und Schneewittchen waren im Laufe des Abends anwesend. Tolle Auftritte lieferten die "Tanzmääd" mit ihrem Charleston aus den 20er Jahren und das Männerballett unterdem Motto "Back to the 80's". gtr

Auf einen Blick

Die Mitwirkenden bei der Haupersweiler Kappensitzung: Claudia Weisgerber, Thomas Schulte, Lothar Daubenfeld, Nico Stoll, Stefan Maldener, Miriam Gemmel, Eric Scheer, Matthias Müller, Denise Schulte, Daniela Wagner, Anika Langendörfer, Andreas Reisdorf, Selina Braun, Stefan Scheer, Jannick Wilhelm, Sebastian Fink. "Tanzmääd": Daniela Wagner, Denise Schulte, Anika Langendörfer, Melanie Reisdorf, Selina Braun. Männerballett: Andreas Reisdorf, Matthias Müller, Stefan Scheer, Jannick Wilhelm, Sebastian Fink. Moderation: Arno Braun. Musik: Marco Geiß. gtr