Mangelnde Krebsvorsorge „Besorgniserregend“ – immer weniger Kinder und Jugendliche im Saarland gegen HPV geimpft

Saarbrücken · Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs oder Krebs im Mund- und Rachenbereich werden durch HP-Viren ausgelöst. Doch immer weniger Jugendliche im Saarland lassen sich gegen diese Viren impfen. Das zeigt eine DAK-Analyse.

Im Saarland ist die Zahl der Impfungen bei Kindern und Jugendliche gegen krebsauslösende Papillomviren in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.

Im Saarland ist die Zahl der Impfungen bei Kindern und Jugendliche gegen krebsauslösende Papillomviren in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Zahl der Impfungen gegen die sexuell übertragbaren humanen Papillomviren (HPV), die Krebs auslösen können, gehen im Saarland dramatisch zurück. 2022 wurden 43 Prozent weniger Kinder und Jugendliche als im Vorjahr gegen Krebs geimpft. Besonders stark ist der Rückgang bei 15- bis 17-jährigen Jungen. Hier sanken die HPV-Impfungen um 52 Prozent. Insgesamt gab es bei Jungen ein Minus von 44 Prozent und bei Mädchen einen Rückgang von 43 Prozent.