Houy hat Spuren hinterlassen

Houy hat Spuren hinterlassen

Heusweiler. Nein, er ist nicht in der Versenkung verschwunden, er hat nur sein Arbeitsgebiet verlagert: Jürgen Houy, geborener Dilsburger, 43 Jahre lang Lehrer und Schulleiter in Holz, Saarbrücken-Burbach und Eppelborn, hat in Politik, Kirche und Vereinen Spuren hinterlassen

Heusweiler. Nein, er ist nicht in der Versenkung verschwunden, er hat nur sein Arbeitsgebiet verlagert: Jürgen Houy, geborener Dilsburger, 43 Jahre lang Lehrer und Schulleiter in Holz, Saarbrücken-Burbach und Eppelborn, hat in Politik, Kirche und Vereinen Spuren hinterlassen. So engagierte er sich über 30 Jahre im Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde Heusweiler, war Gründungsmitglied der Kirchlichen Sozialstation und im Pflegeverein tätig. Ab 1989 widmete sich der Christdemokrat verstärkt der Kommunalpolitik.So gehörte er bis 2004 dem Heusweiler Gemeinderat an, war von 1994 bis 2004 Erster Beigeordneter, führte sieben Jahre den Vorsitz im CDU-Gemeindeverband und war von 2003 bis 2004 Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. Als Vorsitzender der Planungsgruppe betreute er unter anderem die großen Projekte mit der Markt- und Bahnhofsbebauung sowie die planerischen Ansätze von Jungs Wies. Er war in die Verhandlungen mit den Kirchengemeinden über den Verkauf und Bau der Ersatzgebäude eingebunden und schuf als Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses die neue Basis für Haushaltsregeln und Zuschüsse für Schulen und Kindergärten. Parteiprogramme und große Herbstfeste des CDU-Gemeindeverbandes trugen seine Handschrift.

Die Entwicklung der Gemeinde Heusweiler hat Jürgen Houy mitgeprägt. Unvergessen das Jahr 1994, als er beinahe Bürgermeister geworden wäre: doch in einer Partei internen Abstimmung unterlag Houy seinem Mitbewerber Josef Zeimetz. Die Differenz betrug lediglich eine einzige Stimme! Dann aber bewies Houy menschliche Größe: Er akzeptierte den demokratischen Entscheid ohne Murren, stellte sich hinter Zeimetz und hatte als "Wahlkampfmanager" großen Anteil daran, dass Zeimetz zum Nachfolger von Alois Stephan gewählt wurde. Rückblickend ist er zufrieden: "Mein Überlegen und Handeln hat deutliche Ergebnisse für die Gemeinde gebracht." Deshalb wurde er 2005 auch mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille ausgezeichnet. Heute geht es der 67-Jährige etwas ruhiger an. Er ist Mitglied in der Chorgemeinschaft Heusweiler-Eiweiler und betreut deren Pressearbeit. Im Heimatkundlichen Verein Köllertal hat er die Redaktion des "Köllertaler Boten" übernommen, betätigt sich aktiv an Aktionen des Kneippvereins und einiger übergeordneter Organisationen.

Houy schreibt viel, unter anderem seine Biographie und Homepage. Und er pflegt sein Interesse an Geschichte, Malerei, Kunst und Sport. Houy hat einen Schatz von über 250 Federzeichnungen gesammelt. Einige davon hat er in seine im Heimatkundlichen Verein herausgegebene Broschüre "Die Heusweiler Ortsmitte im Wandel der Neuzeit" eingebaut. Er sei offen für Anfragen und Projekte, denen er mit seiner Erfahrung helfen könnte, sagt Houy. Nein, in der Versenkung verschwinden wird Jürgen Houy sicher nicht.