Hooß läuft der Form noch hinterherNeue Startzeiten sollen noch mehr Spaß bringen

Hooß läuft der Form noch hinterherNeue Startzeiten sollen noch mehr Spaß bringen

St. Wendel. "Viele Neuerungen wird es in diesem Jahr nicht geben", berichtet Thomas Wüst, Leiter des Amtes für Stadtmarketing und Chef des St. Wendeler Marathons. "Eine entscheidende aber doch: Die Marathonläufer und die Halbmarathonläufer starten zu unterschiedlichen Zeiten". Während der Startschuss für die Marathonis an diesem Sonntag bereits um 9

St. Wendel. "Viele Neuerungen wird es in diesem Jahr nicht geben", berichtet Thomas Wüst, Leiter des Amtes für Stadtmarketing und Chef des St. Wendeler Marathons. "Eine entscheidende aber doch: Die Marathonläufer und die Halbmarathonläufer starten zu unterschiedlichen Zeiten". Während der Startschuss für die Marathonis an diesem Sonntag bereits um 9.30 Uhr fällt, müssen sich die Halbdistanzler bis 11 Uhr gedulden, ehe auch sie auf die Strecke dürfen. "In erster Linie haben wir das für die Marathonläufer gemacht", erklärt Wüst. Denn es sei nun einmal so, dass die große Masse der Läufer nicht auf die vollen 42,195 Kilometer gehe, sondern lediglich auf die Hälfte der Distanz. Für den Rundkurs in St. Wendel bedeutete das in der Vergangenheit, dass sich das Feld nach der ersten von zwei zu absolvierenden Runden merklich lichtete. "Während die Halbmarathonläufer nach ihrer Runde ins Ziel gelaufen sind, mussten die Marathonläufer auf ihre zweite Runde gehen. Das war nicht unbedingt förderlich für die Motivation." Vor allem das lange und an Zuschauern arme Teilstück auf der Bundesstraße 41 schlug ins Motivations-Kontor der Athleten. "Da waren die Läufer dann stellenweise alleine auf weiter Flur. Das wird in diesem Jahr anders sein", erklärt Wüst. Damit sich Halbmarathonis und Marathonläufer nicht in die Quere kommen, "haben wir an der entscheidenden Stelle eine Art Kanalisationssystem eingebaut", sagt der Marathon-Chef. Auch im Zielbereich dürfte es seiner Ansicht nach keine Problemen geben: "Die Spitzenläufer im Marathon erwarten wir gegen 11.40 Uhr im Ziel, die besten Halbmarathonläufer werden kurz nach 12 Uhr die Ziellinie passieren." tog St. Wendel. Die Zielgerade ist in Sicht, oder besser gesagt, die Startgerade: Wenn St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr Hunderte Ausdauerathleten auf die 42,195 Kilometer schickt, gehören alle Strapazen der Vorbereitung der Vergangenheit an. Dann ist der vierte Globus-Marathon am Laufen. Beim Online-Meldeschluss vor Wochenfrist lagen knapp 300 Meldungen für den Marathon und 111 für die Staffel vor. Bei den Halbmarathonis blieb das Zählwerk bei 1300 stehen. "Das sind beim Marathon verglichen mit dem Vorjahr etwa 40 weniger, beim Halbmarathon 60. Dafür sind es doppelt so viele Vierer-Mannschaften bei der Staffel", erklärt Thomas Wüst von der Stadt St. Wendel. Auch bereits 2009 dabei war Jörg Hooß von den LTF Marpingen. In der Altersklasse M45 lief der Fürther auf den ersten Platz - 2:36.23.8 Stunden benötigte der 1,83 Meter große Athlet, um den Rundkurs von St. Wendel zweimal zu absolvieren. Eine respektable Zeit, mit der Hooß bester Saarländer und Gesamtsechster wurde. Zudem verbesserte er seine persönliche Bestzeit beim "Heimspiel" um mehr als neun Minuten.Saarland-Rekord seit 1982Und dennoch: Sein selbst gesetztes Ziel, hatte Hooß um gut zwei Minuten verfehlt. Denn die Zeit von Erno Flesch in der Altersklasse M45 zu knacken, war ihm nicht gelungen. Daher stehen in der Bestenliste des Saarländischen Leichtathletikverbandes nach wie vor 2:34,01 Stunden für 42,195 Kilometer zu Buche - seit dem Jahr 1982. "Im vorigen Jahr wäre eine Zeit unter 2:34 für mich durchaus realistisch gewesen. Das wäre nach Hamburg 2005 mein zweitschnellster Marathon gewesen - aber ich hatte keinen guten Tag erwischt", erinnert sich Hooß an St. Wendel 2009. "Die Zeit zu unterbieten ist zwar immer noch mein Ziel, aber ich bin nicht so gut in Form wie im Vorjahr", hat er seine Erwartungen selbst heruntergeschraubt. Trotzdem hofft er, dass es wider Erwarten besser läuft: "Beim Marathon entscheidet die Tagesform." Der Grund dafür, weshalb seine Formkurve erst noch am Ansteigen ist, "war ein Bandscheibenvorfall im Februar im Halswirbelbereich". Gelaufen ist er zwar trotzdem, "denn die Beine waren ja nicht betroffen, aber nicht den gewohnten Umfang und nur unter Schmerzen". Wenig geschmerzt hat ihn hingegen der lange Winter: "Ich habe von Januar bis März etwa 70 bis 80 Prozent der Trainingseinheiten auf dem Laufband absolviert." Geteilt hat er sich die hauseigene Trainingsmaschine mit seiner Frau Tanja. Die sei jedoch ebenfalls nicht in Bestverfassung: "Bei Tanja weiß ich gar nicht, woran es liegt, denn Verletzungen hatte sie eigentlich keine. Ein paar kleinere Infekte im Winter, ja. Aber vielleicht ist sie danach zu schnell und zu hart ins Training eingestiegen." Trotzdem traut Jörg Hooß seiner Frau in St. Wendel eine Zeit knapp unter drei Stunden zu. Und er denkt, dass diese Zeit für eine richtig gute Platzierung reichen müsste: "Ganz vorne sehe ich daher im Prinzip außer Tanja nur Kerstin Aleimo." Die St. Wendelerin, die für den SV schlau.com Saar 05 startet, war im vergangenen Jahr hinter der Russin Sviatlana Kouhan (2:42.05) und Tanja Hooß (2:55.48) Dritte geworden. "Diese Scharte will sie bestimmt auswetzen", ahnt Hooß, dass Aleimo seiner Frau, die wie er im vergangenen Jahr die deutsche Meisterschaft im 100-Kilometer-Lauf gewann, das Leben schwer machen wird. "Die Zeit zu unterbieten ist zwar immer noch mein Ziel, aber ich bin nicht so gut in Form wie im Vorjahr."Jörg Hooß hat noch immer den Saarlandrekord im Blick