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Hooß dreht am Schluss richtig auf

Hooß dreht am Schluss richtig auf

Weniger Starter und weniger Zuschauer. St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon hat dennoch ein zufrieden stellendes Fazit des Marathons gezogen. Die Stadt werde weiter auf teure, professionell gemanagte Läufer verzichten, sagte er im Interview mit SZ-Mitarbeiter Frank Faber.

Insgesamt 1671 Läufer hatten sich für den Marathon in St. Wendel angemeldet. Davon gingen 221 Männer und 36 Frauen auf die lange Distanz. Sind die Meldungen ausreichend, um ein derartiges Großereignis zu veranstalten?

Klaus Bouillon: Die Marathonläufe speziell in Deutschland haben rückläufige Zahlen. Für uns als Veranstalter ist vor allem einmal wichtig: Alle Leute sind zufrieden. Für uns hat sich der Aufwand gelohnt, es war in Ordnung. Wir hatten rund 400 Kinder beim Kids-Marathon, vielleicht sind das ja die Marathonläufer von morgen.

Nach ersten Schätzungen haben etwa 3000 Zuschauer die Veranstaltung besucht. Sind Sie damit zufrieden?

Bouillon: Ein paar hundert Leute hätten es schon mehr sein können, es war aber einfach zu kalt. Die Marathonläufer wurden bei fünf Grad auf die Strecke geschickt. Hauptsache ist, dass die Leute, die gekommen sind, sich in St. Wendel wohlgefühlt haben, und dass im Ablauf alles geklappt hat.

Gibt es Überlegungen, die Veranstaltung mit ein paar namhaften Läufern aufzuwerten?

Bouillon: Wir werden weiterhin auf professionell gemanagte Läufer verzichten. So etwas wird zu teuer, und ob dann mehr Leute kommen, weiß man auch nicht. Wir werden auch durch die Zusammenarbeit mit dem Sozialprojekt "run2gether" Entwicklungshilfe eins zu eins umsetzen. Die Läufer nehmen rund 1500 Euro an Preisgeld mit nach Kenia, dafür können sie daheim mit ihrer Familie und vielen Angehörigen rund ein Jahr lang leben.