1. Saarland

Hongkong: Harte Arbeit im Brennpunkt des Kapitals

Hongkong: Harte Arbeit im Brennpunkt des Kapitals

Merzig-Wadern/Hongkong. Hongkong - das Tor zu Asien. Dieses durchschritt Reiseleiter Albert Lang als Auftakt einer Studienreise der SPD Merzig-Wadern. Schon der erste Eindruck vom Flugzeug aus fasziniert: Der Flughafen Hongkongs, geplant von Architekt Norman Forster, wurde ins Meer hineingebaut und gleicht einer kleinen Insel. Er symbolisiert den Aufbruch in eine neue Ära

Merzig-Wadern/Hongkong. Hongkong - das Tor zu Asien. Dieses durchschritt Reiseleiter Albert Lang als Auftakt einer Studienreise der SPD Merzig-Wadern. Schon der erste Eindruck vom Flugzeug aus fasziniert: Der Flughafen Hongkongs, geplant von Architekt Norman Forster, wurde ins Meer hineingebaut und gleicht einer kleinen Insel. Er symbolisiert den Aufbruch in eine neue Ära. Unterwegs mit der DschunkeErste Station der Besichtigungstour durch die Stadt ist dann eine echte Insel, Hongkong Island, das Finanzzentrum der Stadt. Durch Häuserschluchten und enge Gassen bahnt sich die Gruppe ihren Weg nach Kowloon, einem Fischereihafen. Hier unternehmen sie eine Fahrt mit einer Dschunke durch den lebhaften Hafen und beobachten das quirlige Schauspiel des Schiffverkehrs: Frachter, Schlepper, Fähren, Dschunken und Tragflügelboote bahnen sich ihren Weg, ein ständiges Hin und Her, gleichsam einer schwimmenden Stadt. Höhepunkt des ersten Tages war sicher das Mid-Autumn Festival, eines der anmutigsten und farbenprächtigsten Feste Hongkongs. Das Fest wird im Andenken an den Aufstand gegen die Mongolen im 14. Jahrhundert gehalten. Süße Mondkuchen Die Parks der Stadt werden zu diesem Anlass von Laternen in allen Formen und Farben erleuchtet und es werden süße Mondkuchen aus Lotusmehl, Sesampaste und Eigelb verzehrt. Dieser Brauch stammt von der Überlieferung, dass zu Zeiten des Aufstands Rebellen ihren Aufruf zur Auflehnung gegen die Mongolen in kleinen Kuchen versteckten, in welchen sie ihre Botschaften ihren Landsleuten zuschmuggelten. "Wir konnten den Kindern das Angebot nicht abschlagen, von dem selbstgebackenen Mondkuchen zu probieren", erinnert sich Lang. Auf dem MarktAm folgenden Tag durchstreift die Gruppe die verschiedensten Märkte auf dem Festland der Stadt: Freimärkte, einen Blumenmarkt, einen Vogelmarkt und sogar einen Goldfischmarkt sehen sie. Anschließend stand das Nationalmuseum, ein Geschichtliches Museum, auf dem Programm. "Das Museum verdeutlicht den besonderen Charakter dieser Stadt als Tor nach Asien", sagt Lang. Der Besuch eines buddhistischen Klosters mitten in Hongkong bildete schließlich einen erholsamen Gegensatz zum pulsierenden Leben in den Straßen der Stadt: hier herrschen Ruhe und Andacht statt der sonst allgegenwärtigen Hektik. Hongkong, eine Stadt die niemals schläft: Tag und Nacht wird hier gearbeitet und gehandelt. Die Stadt, die flächenmäßig kaum größer ist als Berlin, zählt mit sieben Millionen Menschen, 98 Prozent hiervon sind Chinesen, fast so viele Einwohner wie die gesamte Schweiz. "Die Arbeit ist hart, das Leben intensiv in diesem Brennpunkt von Kapital und Handel", so das Fazit Langs. Am Abend des zweiten Tages brach die Gruppe dann zur zweiten Station ihrer Reise auf: Nach einer Zwischenlandung in Bangla-Desh erreichten sie Kathmandu, Haupstadt Nepals.Diese Etappe der Studienreise wird im zweiten Teil des Reisetagebuchs geschildert. > Wird fortgesetzt.