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Gottesdienst
Wunderbares trifft auf Wissenschaft

Abt Mauritius mit Pfarrer Rambaud und dem Bexbacher Schubert-Chor bei einem Auftritt vor zwei Jahren in der Klinikkirche des Homburger Uniklinikums.
Abt Mauritius mit Pfarrer Rambaud und dem Bexbacher Schubert-Chor bei einem Auftritt vor zwei Jahren in der Klinikkirche des Homburger Uniklinikums. FOTO: Renate Krick / privat
HOMBURG. Zu Ehren der Heiligen Bernadette wird ein Festgottesdienst in der Kirche des Uniklinikums abgehalten.

Reliquien der heiligen Bernadette kommen auch nach Homburg. „La petite voyante“, „Die kleine Seherin“ wurde die vierzehnjährige Bernadette Soubirous genannt, zunächst mit aller gebotenen Skepsis, als ihr 1858 in einer Felsengrotte bei Lourdes eine weiß gekleidete Dame erschien. In einer der 15 entrückten Visionen am wild rauschenden Gave-Fluss gab sich die von dem Mädchen auf 16 Jahre geschätzte Dame im nur mühsam beherrschten Patois zu erkennen, also in der um Lourdes gesprochenen Mundart des Bigorre: „Qué soy l‘immaculada Councepciou (“Ich bin die unbefleckte Empfängnis“).“


Mehrmals rief sie die Menschen zur Buße auf. Bernadette durfte bis zu ihrem allzu frühen Tod im Konvent der Barmherzigen Schwestern von Nevers 21 Jahre später noch viele Wunder miterleben, die von jener Quelle bei der Grotte ausgingen, die sie auf Geheiß ihrer „Weißen Dame“ mit bloßen Händen aus dem trockenen Boden ausbuddelte.

„La petite voyante“ wurde am „Tag der Unbefleckten Empfängnis“, am 8. Dezember 1933 von Papst Pius XI. in Rom heilig gesprochen. Anwesend war auch der 77-jährige Justin Adolar Duconte Bouhouhorts, der als zweijähriges Kind 1858 als erster von einer unheilbaren Krankheit ganz plötzlich und auf unerklärliche Weise geheilt wurde, nachdem ihn die ärztliche Wissenschaft bereits aufgegeben hatte.
2018 kommen Reliquien der heiligen Bernadette zu Besuch ins Bistum Speyer und werden an vier ausgewählten Orten als Wegzeichen zum Glauben verehrt: In Speyer, in Ludwigshafen, auf „Maria Rosenberg“ und in der Kirche des Homburger Universitätsklinikums, wo wie zu Lebzeiten der „Petite voyante“ das Wunderbare auf medizinische Wissenschaft trifft.



Zu Ehren der Heiligen und der von ihr geschauten Mutter Jesu als „Unbefleckte Empfängnis“ findet am Dienstag, 13. November, 18 Uhr in der Klinikkirche des Uniklinikums ein Festgottesdienst statt. Er wird mit vielen Mariengesängen musikalisch umrahmt vom Bexbacher Schubert-Chor unter der Leitung von Chormusikdirektor Paul O. Krick und zelebriert von Benediktiner-Abt Mauritius Choriol aus Tholey. An seiner Seite gestalten die katholischen Klinikseelsorger die Liturgie mit, so auch Pfarrer Raymond Rambaud, der in den letzten Jahren schon so manche Wallfahrt nach Lourdes organisierte und geistlich betreute.

Die katholische Klinikseelsorge lädt zu diesem besonderen Fest-Gottesdienst mit Abt Mauritius herzlich ein.