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Verbrauchertipp
Zirkulationsleitungen als Energiefresser

Die Anforderungen an Trinkwasser sind hoch. Foto: Hubert Link/dpa  
Klares Trinkwasser gibt es derzeit nicht überall. Foto: Hubert Link/dpa  
Foto: Hubert Link
Die Anforderungen an Trinkwasser sind hoch. Foto: Hubert Link/dpa Klares Trinkwasser gibt es derzeit nicht überall. Foto: Hubert Link/dpa Foto: Hubert Link FOTO: dpa / Hubert Link
Homburg. Verbraucherzentrale des Saarlandes informiert über Einsparpotenziale bei der Warmwasserbereitung.

(red) Heißes Wasser aus dem Hahn ohne zu Warten – die Zirkulation macht’s möglich. „Dieser Luxus kostet allerdings Geld“, sagt Werner Ehl, Energieberater bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes. „Denn in zentralen Trinkwassersystemen verbraucht man für die ständige Bereithaltung von warmem Wasser oft mehr Energie, als für die Erwärmung des tatsächlich gezapften Wasser gebraucht wird“.


Bei einer zentralen Warmwasserversorgung wird das warme Wasser über mehrere Meter Rohrleitungen vom Heizungskeller bis zum Bad oder in die Küche transportiert. „Auch wenn die Rohre gut gedämmt sind, geht immer etwas Wärme verloren und das Wasser kühlt ab“, so Werner Ehl. Deshalb ist in vielen Häusern eine Zirkulationspumpe. Sie pumpt das heiße Wasser auch bei geschlossenem Hahn nach oben. Über die Zirkulationsleitung fließt es wieder zum Speicher zurück. Dreht man den Hahn auf, ist sofort heißes Wasser da, heißt es in der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale weiter. Der Nachteil ist, dass die ständig heißen Leitungsrohre viel Wärme verlieren.

„Mit einer Zeitschaltuhr kann man die Laufzeit der Pumpe auf die Zeiten beschränken, in denen warmes Wasser benötigt wird, also zum Beispiel für zwei Stunden morgens vor dem Duschen, Mittags vor dem Spülen und abends vorm Zähneputzen“ empfiehlt Werner Ehl. Dadurch werden die Verluste schon mal auf sechs Stunden am Tag gesenkt.



Eine Zirkulationspumpensteuerung ist noch effizienter. Sie schaltet die Zirkulationspumpe bedarfsgerecht nur dann ein, wenn warmes Wasser benötigt wird. Ein Temperaturfühler an der Warmwasserleitung in unmittelbarer Nähe des Speichers gibt der Steuerung ein Signal, wenn der Warmwasserhahn aufgedreht wird. Man kann die Pumpe auch über einen Funkschalter vom Badezimmer aus steuern.

Bei Fragen zur Warmwasserbereitung, dem Einsatz effizienter Pumpen in privaten Haushalten und zu Fördermitteln für Energiesparmaßnahmen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Termine zur persönlichen Beratung können unter Tel. (0800) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder direkt bei einer der 19 Beratungsstützpunkte im Saarland vereinbart werden.

Anmeldung zur persönlichen Energieberatung in Homburg, Kreisverwaltung, Am Forum 1, 4. Etage, Zimmer 438. Tel. (0 68 41) 1 04 84 34 oder (0681) 5 00 89 15. In der Gemeinde Kirkel im Rathaus in Limbach, Hauptstraße 12, Telefon (0 68 41) 80 98 22.

Fließendes warmes Wasser ist ein teueres Gut. Vor allem, wenn so genannte Zirkulationsleitungen dafür sorgen, dass sich immer heißes Wasser im Kreislauf befindet.
Fließendes warmes Wasser ist ein teueres Gut. Vor allem, wenn so genannte Zirkulationsleitungen dafür sorgen, dass sich immer heißes Wasser im Kreislauf befindet. FOTO: picture-alliance/ dpa / Hans Wiedl