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Zwei Punkte gegen die Großen

Die Rohrbacherin Kathrin Abel (am Netz) versucht hier gerade, einen Angriff über die Mitte erfolgreich abzuschließen. Rechts im Hintergrund schaut TV-Trainer Horst Dräger zu. Foto: Thomas Kuhn
Die Rohrbacherin Kathrin Abel (am Netz) versucht hier gerade, einen Angriff über die Mitte erfolgreich abzuschließen. Rechts im Hintergrund schaut TV-Trainer Horst Dräger zu. Foto: Thomas Kuhn FOTO: Thomas Kuhn
Rohrbach. Erst den Spitzenreiter zu Gast, dann zum Tabellenzweiten. Der TV Rohrbach war vergangenes Wochenende in der Volleyball-Oberliga richtig gefordert und sicherte sich sowohl gegen Gonsenheim als auch beim SV Steinwenden einen unerwarteten Punkt. red

Viel schwerer hätte das Programm des TV 66 Rohrbach am vergangenen Wochenende kaum sein können. Denn mit Tabellenführer TG Mainz-Gonsenheim und dem Tabellenzweiten SV Steinwenden musste sich Rohrbach an zwei Tagen mit den besten Teams der Volleyball-Oberliga messen. Und das, obwohl der sowieso kleine Kader mit der erkrankten Kristina Schöniger weiter dezimiert war. Am Ende hat Rohrbach innerhalb von 24 Stunden 422 Spielzüge in zehn Sätzen absolviert und beide Spitzenteams der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in den Entscheidungssatz gezwungen. In diesen setzten sich die Favoriten letztlich zwar durch, doch Rohrbach sicherte sich in beiden Partien den Zusatzpunkt.

Schon am Samstag im Heimspiel gegen Spitzenreiter Mainz-Gonsenheim startete die Mannschaft von Horst Dräger stark und ging früh mit 4:0 in Führung. Im Verlauf des Satzes kam Gonsenheim heran und sicherte sich den ersten Satz. Die nächsten Durchgänge gingen mit nur 18 und 17 Gegenpunkten klar an die Heimmannschaft. So trauerten sie der verpassten Chance im ersten Satz nach - denn damit hätte Rohrbach den Tabellenführer mit 3:0 nach Hause geschickt. Doch Gonsenheim gewann nicht nur den vierten, sondern auch den entscheidenden fünften Satz. "Bei der knappen Personaldecke fehlen in den entscheidenden Phasen einfach die Wechsel-Optionen. Kristina Schöniger hätte uns heute sicherlich weitergeholfen", sagte Dräger.

Genau 18 Stunden später mussten seine Mädels beim Tabellenzweiten SV Steinwenden antreten. Nachdem sie sich den ersten Durchgang mit 25:22 erkämpft hatten, gaben sie Satz zwei noch ab (28:30), obwohl sie mit 24:18 in Führung lagen. Den dritten Satz entschied der TV 66 für sich, doch dann machten sich der kleine Kader und die am Vortag gespielten fünf Sätze bemerkbar. Rohrbach war nicht mehr in der Lage, dagegen zu halten und musste sich wieder mit 2:3 geschlagen geben. "Zwei gute Spiele gegen die Topteams der Liga abgeliefert und zwei wichtige Punkte, die nicht eingeplant waren", sagte Abteilungsleiter Thomas Kuhn zufrieden: "Der direkte Abstieg ist nicht mehr möglich." Doch zum sicheren Klassenverbleib fehle noch ein Punkt. Ein Punkt, den das Team am Samstag beim VfL Oberbieber holen möchte.

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