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Zuviel Ortsverwaltung in Hassel?

Die Ortsverwaltungsstelle in Hassel wird ab Juli neu besetzt. Foto: Cornelia Jung
Die Ortsverwaltungsstelle in Hassel wird ab Juli neu besetzt. Foto: Cornelia Jung FOTO: Cornelia Jung
Hassel. Ortsrat: Auch nach Personalwechsel soll Dienstzeit im ehemaligen Rathaus bleiben. Cornelia Jung

Die Besetzung der Ortsverwaltungsstelle Hassel ist ab Juli nicht mehr gewährleistet. Bernd Burger, der bisher zweimal die Woche die Ortsverwaltungsstelle im Rathaus öffnete, hatte der Verwaltung und dem Ortsrat im März mitgeteilt, dass er zum 30. Juni aus dem Dienstverhältnis ausscheiden werde. Dies war für den Ortsrat Anlass, das Thema auf die Tagesordnung seiner jüngsten Sitzung setzen zu lassen und die Verwaltung zu bitten, Lösungsvorschläge anzubieten.


Hierzu hieß es aus dem Rathaus, im Zuge einer gleichmäßigen Verteilung der angebotenen Dienstleistung in den anderen Ortsverwaltungsstellen sei festzustellen, dass sowohl in Oberwürzbach als auch in Rohrbach die Büros jeweils donnerstags mit je drei Stunden die Woche besetzt sind. Vor diesem Hintergrund sei bei der Nachbesetzung in Hassel darauf zu achten, dass auch dort das gleiche Zeitkontingent vergeben werde und die erforderliche gegenseitige Vertretung der Ortsverwaltungsstellen im Krankheits- und Urlaubsfall gewährleistet werden könne. Die im Vergleich bisherige überproportionale zeitliche Besetzung der Ortsverwaltungsstelle Hassel könne weder aufgabenbezogen hergeleitet werden noch sei sie unter der Prämisse der erforderlichen Haushaltseinsparungen geboten.

"Das heißt also, man teilt uns mit, dass wir hier ein Zuviel an Ortsverwaltungsstelle haben", sagt Andreas Abel (CDU) nach Verlesung des Schriftstücks, der wie die anderen Ortsratsmitglieder der Meinung war, die bisherigen Zeiten zu belassen. "Wir wollen den Service weiter aufrecht erhalten und wünschen, dass die Besetzungszeiten bestehen bleiben", formulierte Ortsvorsteher Markus Hauck (CDU) die Bitte an die Verwaltung.



Für die Beibehaltung der Öffnungszeiten jeweils am Dienstag- und Freitagvormittag spreche unter anderem auch, dass es im Ort kaum noch die Möglichkeit gebe, an anderer Stelle gelbe Säcke zu bekommen. Die Nachbesetzung sei aber Sache der Verwaltung, die das letzte Wort habe. Noch sei nicht klar, wer für den ausscheidenden Bernd Burger nachrücke.