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Zum Jubiläum wurde es alpenländisch

Die drei Hauptakteure am Sonntag bei der Aufführung der Messe für Alphörner und gemischten Chor von Franz Schüssele in der Rohrbacher Johanneskirche. Fotos: Wolfgis Freyschmidt
Die drei Hauptakteure am Sonntag bei der Aufführung der Messe für Alphörner und gemischten Chor von Franz Schüssele in der Rohrbacher Johanneskirche. Fotos: Wolfgis Freyschmidt
Rohrbach. Einige Messen zum 130-jährigen Ehrentag des katholischen Kirchenchores St. Johannes Rohrbach gab es schon. Am vergangenen Sonntag war das Programm vor dem Kommers aber außergewöhnlich. Da gab es eine Messe für Alphörner und gemischten Chor zu hören. red

Anlässlich des 130-jährigen Geburtstages des katholischen Kirchenchores St. Johannes Rohrbach haben mehrere Chöre und Orchester im Laufe des Jahres die Messe in der Pfarrkirche St. Johannes gestaltet. Den Höhepunkt dieser festlichen Messen bildete am vergangenen Sonntag die Messe für Alphörner und gemischten Chor von Franz Schüssele, einem international bekannten Alphorn-Solisten aus Friesenheim im Badischen. Franz Schüssele studierte Posaune , Schulmusik und Germanistik. Nach dem Studium der klassischen Musik und Tätigkeit in mehreren Jazz-Ensembles wandte er sich der originalen Volksmusik zu und gründete die Volksmusikgruppe "Gälfiäßler", (Gelbfüßler) die durch Rundfunk und Fernsehen bekannt und zu einem Markenzeichen für originale und originelle Volksmusik und ausgefallene, seltene Instrumente wurde. Er spielte 3 Jahre im Philharmonischen Orchester der Stadt Freiburg und erhielt dann einen Lehrauftrag an der dortigen Pädagogischen Hochschule für Posaune und Blechbläserkammermusik. 1983 erlernte er autodidaktisch das Alphornspiel und komponierte in der Folgezeit eine große Anzahl von Stücken für Alphorn und allerlei mögliche und unmögliche Besetzungen, so etwa Alphorn und Orgel, Orchester , Drehorgel oder Dudelsack. 2001 wurde er mit seiner Musikgruppe "Gälfiäßler" als Gruppe mit den meisten Musikinstrumenten (150) ins "Guinnessbuch der Rekorde" eingetragen. Schüssele wurde unterstützt von den Alphornbläsern Katharina Fünfgeld und Herbert Wieber, die Pauke bediente Sigmund Gress. Die Gesamtleitung der Messe hatte Chorleiter Norbert Feibel, der das Musikstück für den Chor eingerichtet und einstudiert hatte. Zu Beginn stimmten die drei Bläser mit einer eigens vorgetragenen Weise die Kirchenbesucher auf die bevorstehende Messe ein. Das Kyrie der deutsch gesungenen Messe war sehr getragen und im Text vom Bitten und Flehen dominiert. Im Gloria wurde von Anfang an ein flottes Tempo vorgegeben, in dem die Ehre zu Gott in der Höhe besungen wurde. Das ruhig vorgetragene Sanctus, sowie das Benedictus wurden wieder stimmungsvoll dargeboten.



Im Anschluss an die Messe fand ein feierlicher Kommers im Jugendheim statt, bei dem unter vielen Rohrbachern und Vereinen OB Hans Wagner , Ortsvorsteher Roland Weber und Priester Georg Dahl, Kaplan Valentine Acholonu sowie Präses Marcin Brylka geladen waren.

Der Vorsitzende des Chores, Günter Herrmann, begrüßte die Gäste und führte mit seiner fröhlichen Art durch das Programm. Die musikalische Begleitung der Veranstaltung übernahm eine Bläsergruppe des Pfarrorchesters. In seinem Grußwort lobte der OB Hans Wagner den Einsatz und die Treue der Chormitglieder zu ihrem Chor und hob das hohe Können der Sängerinnen und Sänger hervor, die unter der Leitung von Norbert Feibel zu den Besten im Landkreis gehören. Der Ehrenvorsitzende des Chores Heinz Michaeli präsentierte eine Chronik der 130 Jahre des Chores, die durch ihre Detailtreue besonders auffiel. Ortsvorsteher Roland Weber überreichte dem Chorleiter Norbert Feibel für seine hervorragenden Leistungen mit dem Chor und dem Pfarrorchester einen "Rohrbacher Stambesstößer".

Ortsvorsteher Roland Weber (rechts) überreichte Chorleiter Norbert Feibel einen „Rohrbacher Stambesstößer“.
Ortsvorsteher Roland Weber (rechts) überreichte Chorleiter Norbert Feibel einen „Rohrbacher Stambesstößer“.
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