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| 19:12 Uhr

Zeugen des Zeitgeschehens

Dieses Archivbild zeigt mit dem Vorsitzenden der Kolpingfamilie, Hans Roos (links), seinem Vorgänger Theo Schwemm (von 1977 bis 1987, Dritter von links) und den derzeitigen Präses Raimund Rambaud einige der wichtigen Akteure bei dem katholischen Sozialverband in St. Ingbert. Foto: Jung/Kolpingfamilie
Dieses Archivbild zeigt mit dem Vorsitzenden der Kolpingfamilie, Hans Roos (links), seinem Vorgänger Theo Schwemm (von 1977 bis 1987, Dritter von links) und den derzeitigen Präses Raimund Rambaud einige der wichtigen Akteure bei dem katholischen Sozialverband in St. Ingbert. Foto: Jung/Kolpingfamilie FOTO: Jung/Kolpingfamilie
St Ingbert. Am kommenden Samstag steht für die Kolpingfamilie St. Ingbert ein großer Tag an. Die kirchliche Organisation feiert ihr 130-jähriges Bestehen. Peter Krupp gründete sie 1886 zunächst als „Gesellenverein“. red

Die Kolpingfamilie St. Ingbert feiert am kommenden Samstag ihr 130-jähriges Bestehen. Ein guter Grund, auf die lange Geschichte der kirchlichen Organisation zurückzublicken. Das Jubiläum wird mit einem Festgottesdienst in der Alten Kirche und einem anschließenden Empfang im Caritas-Haus begangen.

Auf seiner Wanderschaft war 1886 der Schreinergeselle Peter Krupp aus Kottweiler-Schwanden nach St. Ingbert gekommen und gründete hier am 6. August den "Gesellenverein". Als Präses wurde Kaplan Hörner gewählt und unter seiner Leitung der Grundstein der St. Ingberter Kolpingarbeit gelegt.

In den Jahren nach der Gründung bis zum Ersten Weltkrieg konnte der Verein eine stetige Entwicklung verzeichnen. Da viele der jungen Gesellen im Ersten Weltkrieg zu den Waffen gerufen wurden, bedeutete dies einen Rückschlag in der Vereinsarbeit. Der im Jahre 1910 gewählte Präses Kaplan Schneikert verabschiedete sich im Kriegsjahr 1915 von seinen Gesellen. Seine Nachfolge trat Kaplan Eckhardt, der spätere Pfarrer und Dekan von St. Hildegard, an. Ein Höhepunkt für die Kolpingfamilie war die Ausrichtung des "Saar-Pfälzischen Gesellentages" 1933 in St. Ingbert . Hunderte Gesellen zogen damals durch die Straßen der Stadt und legten Zeugnis für ihren Glauben und ihre Treue zu Adolf Kolping ab. Das Leben der Gemeinschaft unter Leitung von Präses Dr. Leitner wurde erneut erheblich durch die veränderten politischen Verhältnisse im Jahre 1935 gestört und mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs völlig lahm gelegt. Nach langen Vorbereitungen, bedingt durch die politische Lage an der Saar, konnte am 25. August 1949 die Wiedergründung stattfinden. Von der Versammlung wurde damals Kaplan Leo Egli als Präses gewählt. Das Protokoll nennt außerdem Hans Engesser als Senior, Fritz Albersmeyer als Altsenior und Leo Wachs als Schriftführer. Beisitzer waren damals Hans Redel, Erich Heib, Emil Schwarz und Johann Kempf. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Kolpingfamilie zu einer Gemeinschaft, deren Mitglieder in der Tradition Kolpings in ihren Pfarreien und den Gremien der Stadt wirkten. Besondere Erwähnung verdient die Laienspielgruppe unter Leitung von Arthur Eiffler.

Im Jahre 1968 legte Präses Egli die Verantwortung für die Kolpingfamilie in die Hände des damaligen Kaplans Hans Böhler. Dekan Leo Egli blieb bis zu seinem allzu frühen Tod der Gemeinschaft als Ehrenpräses verbunden. Plötzlich und unerwartet verstarb im August 1971 der damalige erste Vorsitzende Heinz Weber. In dieser Zeit übernahm Leo Wachs wieder die Leitung der Kolpingfamilie. Seinem Einsatz und seinem Wirken ist es zu verdanken, dass im Dezember 1972 eine Frauengruppe und im Jahre 1976 eine Jugendgruppe gegründet werden konnte. Mitten aus seinem arbeitsreichen Leben herausgerissen wurde Leo Wachs im Mai 1977. Leo Wachs hat durch seine Persönlichkeit das Leben der Kolpingfamilie St. Ingbert entscheidend geprägt. Die Generalversammlung wählte im Jahr 1977 Theo Schwemm als Nachfolger, der dieses Amt bis 1987 innehatte. Danach übernahm Lilly Wachs den Vorsitz bis zu ihrem Tod zu Beginn des Jahres 2011. Zur Zeit führt Hans Roos die Kolpingfamilie. Im Jahr 1985 wurde der Kolpingbruder Ludwig Eifler, 1986 der Kolpingbruder Rudolf Schenkelberger und 2006 Kolpingbruder Raimund Rambaud zu Priestern geweiht.

Das Jubiläum wird am kommenden Samstag um 18 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Alten Kirche gefeiert. Im Anschluss folgt ein Empfang im Caritashaus für Mitglieder und Freunde der Kolpingfamilie.