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Zaubershow
Magier verzaubert die Stadtbücherei

Zauberer Urs Jandl bot in der Stadtbücherei sein „Getrickse“.
Zauberer Urs Jandl bot in der Stadtbücherei sein „Getrickse“. FOTO: Jürgen Bost
St. Ingbert. Zauberkunst, so sagt man, sei die schönste Art des Betrugs. Und Urs Jandl widmet sich dieser verlogenen Kunstform seit vielen Jahren mit großem Vergnügen. Seit über 25 Jahren stellt er die Naturgesetze auf den Kopf: Als Zauberkünstler verblüfft, amüsiert und überrascht er sein Publikum mit großem Spaß stets aufs Neue. Von red

Mit hinterhältigem Charme wickelte er auch sein junges St. Ingberter Publikum bei einer Mitmach-Zaubershow in der Stadtbücherei geschickt um den Finger – nur um es geradewegs hinters Licht zu führen. Und das witzig, turbulent und natürlich völlig unpädagogisch.


Für die über hundert Kinder, Mütter, Väter, Omas, Opas und sonstigen Begleiter, die in die Stadtbücherei nach St, Ingbert gekommen waren, hielt er ein ganz besonderes, den Erfordernissen der Jahreszeit angemessenes Programm bereit: Weihnachtliches „Getrickse“ auf höchstem Niveau, mit Pfeffernüssen und Kerzen, mit Strohsternen und Baumkugeln. Doch so ganz besinnlich wurde es dann doch wieder nicht.

Denn es gab in diesen vorweihnachtlichen dunklen Tagen in seinem lebhaften Treiben etwas zu entdecken, das viele schon längst verloren glauben: Das eigene Staunen. Lautes Gekicher, ungläubiges Gelächter, hilfsbereite Assistenten mit prompten Antworten, alle ließen sich bezaubern und zauberten eifrig mit. Gerade war das Ei noch da – jetzt ist es weg! Wie sollten die Plätzchen so gelingen? Wie lange musste der Kuchen im Ofen bleiben? Wirklich? Der Punsch verwandelte sich in ein Schnupftuch – und der Zauberer konnte sich wieder einmal den Zauberspruch nicht merken. Sein Zauberstab verbog sich, und oft erschien Urs Jandls Mühe vergeblich. Doch der Künstler kriegte zur großen Freude aller immer wieder rechtzeitig die Kurve. Die im Programm versprochene schöne Bescherung traf gänzlich zu.