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Wo die DNA sichtbar wird

St Ingbert. So kommen die Löcher in den Käse, DNA wird sichtbar, Solarzellen entstehen auf Basis von Hibiskusblüten. Das „BIOTechnikum“ des Bundesforschungsministeriums zeigt, wie Biotechnologie geht. Heute und morgen steht der Truck mit dem mobilen Labor am Rendezvous-Platz in St. Ingbert. bea

Gleich zwei Mal macht die Initiative "BIOTechnikum" des Bundesforschungsministeriums vom heutigen Dienstag bis kommenden Freitag Station im Saarland. Bei den Tourstopps in St. Ingbert und St. Wendel sind vor allem Schülerinnen und Schüler eingeladen, der Biotechnologie mit Hilfe praxisnaher Experimente auf den Grund zu gehen. Allen anderen Interessierten bietet sich auch während der "Offenen Tür" die Gelegenheit, den doppelstöckigen Forschungstruck zu erkunden und mit den begleitenden Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.

Ob Insulin, Grippeimpfung, Waschmittel oder selbst im Käse : Produkte der Biotechnologie begegnen uns fast überall im Alltag. Ganz selbstverständlich nutzen wir sie - meist ohne zu ahnen, dass oft jahrelange wissenschaftliche Arbeit und bahnbrechende Entdeckungen hinter diesen Entwicklungen stecken. Was man genau unter dem Begriff Biotechnologie versteht, welche Bedeutung die biotechnologische Forschung und Anwendung für viele Bereiche des täglichen Lebens besitzt und wo sich in diesem vielseitigen Technologiefeld spannende Berufschancen auftun, darüber können sich alle Neu- und Wissbegierigen im "BIOTechnikum" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) informieren. Unter dem Motto "Erlebnis Forschung - Gesundheit, Ernährung, Umwelt" hält das mobile Labor am Dienstag und Mittwoch, 24. und 25. März, am Rendezvous-Platz vor dem Landesverwaltungsamt in St. Ingbert sowie am Donnerstag und Freitag, 26. und 27. März, in St. Wendel.

Im wahrsten Sinne des Wortes (be-)greifbar wird die Biotechnologie für die Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums in St. Ingbert und des Cusanus-Gymnasiums in St. Wendel in biotechnologischen Praktika. Dabei können sie Laborluft schnuppern und in die Fußstapfen echter Forscher treten. Unter Anleitung der projektbegleitenden Wissenschaftler machen die Jugendlichen unter anderem das Erbmaterial DNA sichtbar, lüften mit Hilfe von Milch und Enzymen das Geheimnis der Löcher im Käse und weisen die enzymatische Aktivität von Feinwaschmitteln nach. Wortwörtlich Spannung kommt auf, wenn die Nachwuchsforscher eigene Solarzellen auf Basis von Hibiskusblütentee bauen und lernen, wie sich mit Hilfe von Hefe chemische Energie in Strom umwandeln lässt. Aber auch Bürger sind eingeladen, das "BIOTechnikum" und die verblüffende Welt der Biotechnologie zu entdecken.

Während der "Offenen Tür" in St. Ingbert am heutigen Dienstag von 16.30 bis 18.30 Uhr und in St. Wendel am Donnerstag, 26. März, von 15 bis 18 Uhr können sich alle Neu- und Wissbegierigen im "BIOTechnikum" umfassend informieren und mit den Wissenschaftlern Aline Anton und Tim Fechtner ins Gespräch kommen. Dabei beantworten die beiden Diplom-Biologen auch individuelle Fragen rund um die vielfältigen Forschungs- und Anwendungsgebiete.

Der Eintritt ist frei.