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Frauenfußball
„Wir haben nichts zu verlieren“

BLIESMENGEN. Der SV Bliesmengen-Bolchen fährt zum Frauen-Masters und will die Vorrunde überstehen. Irgendwie. Von Stefan Holzhauser

Am Sonntag wird sich ein großer Tross des SV Bliesmengen-Bolchen in Richtung Multifunktionshalle an der Saarbrücker Sportschule aufmachen. Dort findet das 16. Volksbanken-Frauen-Masters des Saarländischen Fußballverbandes statt. Der Verbandsligist SV Bliesmengen-Bolchen trifft dabei in der Gruppe A auf den Titelverteidiger DJK Saarwellingen, den SV Göttelborn sowie den 1. FC Saarbrücken II. In der Gruppe B wollen sich der 1. FC Riegelsberg, die SF Güdesweiler, der Ausrichter FFC Dudweiler sowie der SV Dirmingen für das Halbfinale qualifizieren.


Der SV Bliesmengen-Bolchen bestreitet gleich zu Beginn des Turniers um 14 Uhr das Eröffnungsspiel gegen Saarwelligen. Um 15.25 Uhr muss dann die Mannschaft aus dem Mandelbachtal gegen Saarbrücken ran. Und um 16.16 Uhr folgt schließlich noch die Partie gegen den SV Göttelborn. Die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die Vorschlussrunde, die um 17.40 Uhr beginnt. Das Spiel um Platz drei und vier findet um 18.30 Uhr statt. Und um 18.50 Uhr wird schließlich im Finale der Nachfolger des Titelverteidigers DJK Saarwellingen gesucht.

Die Favoritenrollen nehmen die vier beteiligten Regionalligisten ein. In der Feldrunde ist Saarbrücken derzeit Siebter, Riegelsberg Achter, Saarwellingen Zehnter sowie Dirmingen Elfter. In der Verbandsliga belegt der FFC Dudweiler momentan den zweiten Tabellenplatz, der SV Bliesmengen-Bolchen ist Fünfter. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch die beiden Landesligisten SV Göttelborn (Erster) und SF Güdesweiler (Zweiter). Die Qualifikation hatte Riegelsberg mit 48,75 Punkten vor Dirmingen (26,20), Dudweiler (21,90), Bliesmengen-Bolchen (19,50), Saarwellingen (19,00), Güdesweiler, Göttelborn (jeweils 8,00) sowie dem 1. FC Saarbrücken II (7,20) gewonnen.

Der SV Bliesmengen-Bolchen wird von Dirk Dattge und Jürgen Bier trainiert. Während Dattge in der Feldrunde meistens die Anweisungen gibt, zeichnet sich Bier in der Halle als erster Trainer verantwortlich. „Klar, wir haben nichts zu verlieren und sind in unserer Gruppe hinter den beiden Regionalligisten nur Außenseiter. Allerdings rechnen wir uns schon eine kleine Chance aus, die Vorrunde zu überstehen“, meint Bier. Man sei mit dem bisherigen Verlauf der Hallensaison sehr zufrieden und hätte nun beim Masters rein gar nichts zu verlieren. Man wolle einfach nur Spaß haben und die tolle Atmosphäre genießen. Bier hat die Stimmung beim Endturnier bislang nur als Zuschauer erlebt.

„Wir reisen zusammen mit den Fans mit einem Bus an. Unsere Anhänger werden in der Halle auf jeden Fall auffallen. Was wir uns genau ausgedacht haben, wird aber noch nicht verraten“, sagt Bier.