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Wenn sich die Geister an einem Vornamen scheiden

St Ingbert. Eine turbulente Komödie um den Vornamen eines noch ungeborenen Kindes spielt das Euro-Studio Landgraf im November in der Stadthalle. Mit französischem Charme geht es dabei letztlich um weit mehr als einen Vornamen. red

Paris gilt immer noch unangefochten als bedeutende Stadt der Kunst und der Kultur. Kein Wunder also, dass auch der neueste Überraschungserfolg einer Komödie aus der Seine-Metropole kommt. Die TV- und Film- Drehbuchprofis Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière überraschen in ihrem souverän geschriebenen Theaterdebüt mit dem Titel "Der Vorname". Am Montag, 14. November, um 19.30 Uhr darf sich auch das St. Ingberter Publikum von der Qualität der beiden Autoren überzeugen, wenn "Der Vorname" in einer Inszenierung des Euro-Studios Landgraf auf der Bühne der Stadthalle präsentiert wird. Ein gemütlicher Abend soll es werden in der stilvoll eingerichteten Wohnung des Literaturprofessors Pierre und seiner Frau Elisabeth. Außer Elisabeths Bruder Vincent und seiner schwangeren Partnerin Anna haben sie ihren besten Freund Claude eingeladen. Um für "Stimmung" zu sorgen, enthüllt Vincent den Freunden den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Allgemeine Fassungslosigkeit!



Die Debatte um die Frage, ob man sein Kind so nennen darf, führt dazu, dass unausgesprochene Konflikte ans Licht kommen und die Jugendfreunde wie Kampfhähne aufeinander losgehen. Die Contenance verlieren die Alphatiere völlig, als Elisabeths und Vincents Mutter in einer Weise ins Spiel kommt, die niemand erwartet hätte...Plastische Charaktere, Wortwitz und Dialoge in der besten Tradition der französischen kritischen Gesellschaftskomödie treiben die Handlung voran, die bei aller Komik auch die Abgründe der Figuren spürbar macht. Amüsante wie leichte Komödien schreiben, in der Alltagssituationen mit Charme und spitzzüngiger Ironie serviert werden - das kann niemand so gut wie die Franzosen. "Der Vorname" hatte 2010 Bühnenpremiere. Bereits zwei Jahre später ging die Verfilmung mit der Originalbesetzung der Premiere über die Leinwand. Und die wurde gleich mit dem renommierten Filmpreis César ausgezeichnet. In St. Ingbert spielen unter der Regie von Ulrich Stark der aus zahlreichen TV- und Kinoproduktionen bekannte Martin Lindow (Grimme-Preisträger), Anne Weinknecht (unter anderem als Schwester Sophie in "Um Himmels Willen"), Julia Hansen, Christian Kaiser und Benjamin Kernen.

Karten gibt es unter anderem an der Infotheke im Rathaus St. Ingbert (0 68 94) 1 38 91 Die Karten kosten im Vorverkauf 17,50 (ermäßigt 15,50) Euro, an der Abendkasse 19,50 (ermäßigt 17,50) Euro.

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