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| 20:36 Uhr

Wissenschaftsforum
Wenn Moleküle kleine Kratzer im Lack reparieren

St. Ingbert. () „Selbstheilender Autolack aus Maisstärke“ ist am kommenden Dienstag, 23. Januar, das Thema bei Wissenschaftsforum St. Ingbert. Referent der Veranstaltung, die um 19.30 Uhr im ehemaligen Konsumgebäude, Alte Schmelz 64, beginnt, ist Prof. Gerhard Wenz vom Lehrstuhl „Organische Molekularchemie“ an der Universität des Saarlandes. red

(red) „Selbstheilender Autolack aus Maisstärke“ ist am kommenden Dienstag, 23. Januar, das Thema bei Wissenschaftsforum St. Ingbert. Referent der Veranstaltung, die um 19.30 Uhr im ehemaligen Konsumgebäude, Alte Schmelz 64, beginnt, ist Prof. Gerhard Wenz vom Lehrstuhl „Organische Molekularchemie“ an der Universität des Saarlandes.

Oberflächliche Mikrokratzer im Autolack sind harmlos, aber verschandeln die glänzende und makellose Oberfläche. Eine Erfindung aus einem Arbeitskreis soll nun Abhilfe schaffen: Ein neuer Lack ist in der Lage, wegen der besonderen Anordnung der Moleküle, kleine Kratzer selbst zu reparieren. Die Vernetzung über ringförmige Moleküle macht das Material beweglich, so dass es die Kratzer selbständig auffüllt und diese wieder verschwinden. Als Vernetzungsstellen in dem neuen Lack werden ringförmige Kohlenhydrate verwendet, sogenannte Cyclodextrine, welche industriell aus Maisstärke hergestellt werden.

Die Vernetzung der aufgefädelten Ringe erfolgt mittels Polyure-
thanchemie, wie sie für Autolacke schon etabliert ist. Die anwendungsrelevanten Eigenschaften der Lacke wie Härte, Temperaturverhalten, Witterungsbeständigkeit und Selbstheilung werden im Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) getestet. Derzeit wird nun eine umweltfreundliche Applikation entwickelt, welche später industriell genutzt werden kann. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.