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Wenn das kleine rote Quadrat größer wird

Max G. Grand-Montagne mit seinen Werken. Foto: Brigitte Quack
Max G. Grand-Montagne mit seinen Werken. Foto: Brigitte Quack FOTO: Brigitte Quack
St Ingbert. Als Anlaufstelle für die Bildende Kunst in der Mittelstadt in der Vor-Baumwollspinnerei-Zeit hat sich der Kunstraum von Max G. Grand-Montagne etabliert. Jetzt hat er sich was Neues einfallen lassen: Er bittet zur Midissage. Zu sehen sind seine konkret minimalistischen Werke. Brigitte Quack

Seit der Schließung des Albert-Weisgerber-Museums sind nun schon neun Jahre vergangen. Und noch immer gilt: Wer es wagt, auf eine baldige Öffnung am neuen Standort Baumwollspinnerei zu hoffen, wartet vergeblich - derzeit lauten die Prognosen "mindestens Ende 2018". In dieser Zeit des Kunst-Vakuums ist es umso erfreulicher, dass sich eine andere Anlaufstelle für die Bildende Kunst in der Mittelstadt etablieren konnte: Der Kunstraum von Max Grand-Montagne in der Rickertstraße. Seit sieben Jahren finden dort regelmäßig Ausstellungen statt, mit Grand-Montagnes eigenen Werken oder aber auch mit denen anderer Künstler.


Obwohl die Eröffnungen in diesem "Raum der Kunst und der Begegnung" stets gut besucht sind, hat sich der St. Ingberter Künstler für die Ausstellung "petit carré rouge" was Neues einfallen lassen: am 17. September lädt er zur Midissage ein. Zu sehen sind seine eigenen konkret minimalistischen Werke, als deren Markenzeichen das kleine rote Quadrat seit vielen Jahren fungiert. Mal schlüpft es in die Form eines kleinen roten Würfels, mal taucht es auf als kleinerer oder größerer handgedruckter Stempel auf seinen minimalistischen, schwarz-weißen Unikaten. Und neuerdings nimmt es immer größere Formen an und schleicht sich bisweilen gar als rotes Rechteck ins quadratische Format ein.

Auch wenn sich Max G. Grand-Montagne in der Wahl seiner Bildmittel und der reduzierten Farbpalette treu bleibt, so kann er doch immer wieder mit Überraschungen aufwarten. Etwa mit figürlich anmutenden dunkelschwarzen Formen in Verbindung mit viel Rot oder mit beschichteten Hartschaumplatten, die als Bildgrund fungieren. Kein Werk ist gleich. Denn die große Experimentierfreude im Umgang mit den reduzierten Darstellungsmitteln ist ebenfalls ein Markenzeichen seiner Kunst, die dank zweier Galerien in Leipzig und in Berlin zu sehen ist.

"petit carré rouge" - arbeiten von max g. grand-montagne. Bis zum 30 September. Kunstraum Max G., Rickertstraße 1 (Eingang Café), montags bis freitags 9 bis 17 Uhr, samstags 11 bis 13 Uhr. Midissage am 17. September um 11 Uhr.