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Weihnachtsgeschäft
Weihnachtsgeschäft ist in vollem Gang

Sabine König verpackt die Einkäufe ihrer Kunden zu aufwändigen Geschenken.
Sabine König verpackt die Einkäufe ihrer Kunden zu aufwändigen Geschenken. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Es sind nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Viele Einzelhändler setzen dem Trend „Online-Shopping“ persönliche Beratung entgegen.

Weihnachtszeit ist Shoppingzeit – und der Dezember somit einer der umsatzstärksten Monate im Jahr. In den Adventswochen finden zudem jede Menge Aktionen statt: von Mitmachkalendern mit Gewinnspielen über Rabatt- und Backaktionen hin zu verlängerten Öffnungszeiten. Den Kunden wird einiges geboten. Auch in den Geschäften in St. Ingbert ist das Weihnachtsgeschäft in vollem Gange. Mit dem bisherigen Verlauf ist man in den Läden überwiegend zufrieden. „Erwartungsgemäß gut“, sagt etwa Andreas Herzer, Inhaber von „Möbel Herzer“. Dieser Meinung schließen sich die meisten an. „Es gibt starke und schwache Tage“, erklärt Karin Leiner von der Buchhandlung Friedrich. „So richtig los geht es aber erst kurz vor dem Fest.“


„Samstags mittags ist es oft sehr ruhig“, meint hingegen Sabine König von „Cado König“. Auch Cornelia Raber sieht das so. In ihrem Geschäft „Die Tee-Liebe“ erhält man aktuell 40 zusätzliche weihnachtliche Sorten Tee. Der Weihnachtsaufschwung bleibt dennoch aus. Dabei haben viele Läden in der Innenstadt an den Adventssamstagen sogar bis 18 Uhr geöffnet. Sind die frühen Ladenschlusszeiten am Wochenende und der Trend zum Onlinehandel womöglich Schuld an ausbleibenden Weihnachtskäufern? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister.

„Alle sollten samstags länger geöffnet haben“, findet Klaudia Hautz, Mitarbeiterin der Buchhandlung Friedrich. „Es ist wichtig, gerade am Wochenende für die Kunden da zu sein. In St. Ingbert ist es sowieso sehr ruhig.“ So sieht das auch Andreas Herzer: „Wir sind da, wir machen den Laden auf und wir freuen uns auf Kunden.“ Das inzwischen viel im Onlinehandel bestellt wird, ist für ihn kein Argument für den Rückgang von Verkaufszahlen. „Konkurrenz gab es früher auch schon. Ob Kataloge oder Internetplattform, das macht keinen großen Unterschied, Jeder muss seine Hausaufgaben machen.“ Zudem biete ein Geschäft vor Ort zusätzlichen Service, den es beim digitalen Einkaufen nicht gebe.



„Wir haben viele Stammkunden, die die Beratung und die individuelle Bedienung sehr schätzen“, erzählt Marianne Rech, Filialleiterin der Parfümerie CB. „Das macht noch immer einen bemerkbaren Unterschied zum Onlinehandel.“ Eine dieser speziellen Dienstleistungen, die besonders zu Weihnachten gerne in Anspruch genommen wird, ist das Verpacken der Geschenke. Ein Angebot, das man in St. Ingbert in jedem Laden findet. Kunstvoll gebundene Schleifen und aufwändig gefaltetes Papier schmücken nicht selten die frisch erworbenen Artikel. Dabei wird viel Wert auf individuelle Gestaltung gelegt.

Einige Geschäfte springen auf den Online-Zug auch auf und ziehen ihre Vorteile daraus. Bei der Buchhandlung Klein kann man im Internet bestellen und es Tags darauf vor Ort abholen. „Das wird gut angenommen und viel genutzt“, bestätigt Mitarbeiterin Daniela Schubert. Eine Homepage mit entsprechenden Optionen gehört inzwischen zu den Standards. So ist St. Ingbert auch in der letzten Adventswoche für Weihnachtseinkäufer gerüstet.

Sabine König, Inhaberin von "Cado König"
Sabine König, Inhaberin von "Cado König" FOTO: Selina Summer
Klaudia Hautz (links) und Karin Leiner von der Buchhandlung Friedrich
Klaudia Hautz (links) und Karin Leiner von der Buchhandlung Friedrich FOTO: Selina Summer
Marianne Rech, Filialleiterin der Parfümerie CB.
Marianne Rech, Filialleiterin der Parfümerie CB. FOTO: Selina Summer
In der Adventszeit erstrahlt die Fussgängerzone in St. Ingbert in weihnachtlichem Glanz und lockt zum Bummeln und Einkaufen besonders ein.
In der Adventszeit erstrahlt die Fussgängerzone in St. Ingbert in weihnachtlichem Glanz und lockt zum Bummeln und Einkaufen besonders ein. FOTO: Rüdiger Zitt