| 20:47 Uhr

Gustav-Class-Anlage
Ein Wasserspielplatz für den Stadtpark

In diesem zentralen Bereich der Gustav-Clauss-Anlage soll der neue Wasserspielplatz entstehen, dessen Planungen im Ortsrat vorgestellt wurden.
In diesem zentralen Bereich der Gustav-Clauss-Anlage soll der neue Wasserspielplatz entstehen, dessen Planungen im Ortsrat vorgestellt wurden. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Der Ortsrat ist begeistert von den Plänen – und will nicht mehr auf Klarheit bei Zukunft des alten Stadtbades warten. Von Cornelia Jung

Schon mehrmals waren in den verschiedenen städtischen Gremien Pläne für die Neuanlage eines Spielplatzes in der Gustav-Clauss-Anlage gezeigt und auch diskutiert worden. Auch im Ortsrat St. Ingbert-Mitte machte man sich bereits Gedanken über die künftige Ausstattung eines Spielbereichs, hatte aber bisher keine konkreten Zusagen getroffen. Denn der Ortsrat wollte abwarten, wie sich die bauliche Entwicklung des alten Hallenbades gestalten wird, auf dessen Gelände bekanntlich ein Altenheim mit angeschlossenem Hotel entstehen soll.


Um kein Flickwerk zu riskieren und unnötig Gelder zu verschwenden, sollte der künftige Spielplatz, nach dem Willen des Gremiums, mit dem modernen Gebäudekomplex harmonieren. Außerdem befürchtete man, dass, würde der Spielplatz zuerst hergerichtet, die Bauarbeiten und -geräte der Anlage nicht förderlich wäre. Nachdem aber noch keine konkreten Pläne für das Stadtbad-Areal vorliegen, sich der einmal angedachte Neubau hinzieht, der vorhandene Spielplatz aber in die Jahre gekommen ist, wollen die Ortsratsmitglieder nicht länger warten und erwirken, dass die Stadtverwaltung die Planung unabhängig von der Entwicklung des alten Stadtbades in Angriff nimmt.

Frank Zoller vom Planungsbüro Brankowitz stellte nun in der jüngsten Ortsratssitzung die modifizierten Pläne eines attraktiven Spielbereichs vor, der sich allerdings auf den mittleren Bereich des Parks zwischen Weiher und Feuchtgebiet konzentriert. Für diese extensive Freifläche, die jetzt schon zum Spielen genutzt wird, haben sich die Planer einiges einfallen lassen. In der Mitte soll ein intensiv nutzbarer Wasserspielplatz entstehen. Ein Wasserlauf, der aus einer bereits bestehenden Quellfassung kostengünstig gespeist werden könne, wird Richtung Spielfläche geleitet und kann dort für Wasserspielgeräte wie eine archimedische Schraube oder eine Pumpe zum Wasserfördern benutzt werden. Außerdem könnte das Wasser im Sandbereich zum kreativen Spielen und „matschen“ dienen.



„Durch die Nähe zum Rohrbach bietet sich die Einbeziehung des Wassers an. Wasser hat gerade für kleinere Kinder immer eine hohe Attraktivität“, so Zoller. Für die größeren könne es ein Kletter- und Spielschiff geben, außerdem eine Breitwippe und ein Bodentrampolin, auf dem mehrere Kinder gleichzeitig Spaß haben. Eine Drehscheibe, ein Klettermast und ein kleines Spielhaus könnte die genannten Angebote komplettieren. Werde das so umgesetzt, sei der Platz laut Planer ein „attraktives Spielerlebnis für alle Altersgruppen“. Für das Projekt rechnet das Planungsbüro mit einem finanziellen Aufwand von rund 220 000 Euro.

„Das ist eine schöne Planung“, lobte Ortsvorsteher Ulli Meyer die Ideen, „Wasser, Sand und Kinder ist eine geniale Mischung.“ Auch Siegfried Thiel (SPD) war davon angetan: „Das ist eine sehr gelungene Planung. Es wäre schön, wenn es bald realisiert werden würde.“ Da konnte Irene Kaiser (CDU) nur zustimmen. „Die Anfrage von den Eltern aus der Stadt ist permanent da“, berichtete die stellvertretende Ortsvorsteherin. Aus Sicht des Ortsrates ist auch die jetzt favorisierte Konzentration auf einen Spielplatz im Zentrum des Parks gut, denn so könnten die Eltern ihre Schützlinge im Auge behalten und müssten nicht zwischen zwei Plätzen „pendeln“.

Monika Hauck (Familien-Partei) freute sich, dass das Projekt, das ein Alleinstellungsmerkmal in der Region werden könnte, bereits so weit gediehen ist. Zoller sprach von einer idealen Lage des künftigen Spielplatzes. Demnächst soll es eine Anwohnerversammlung geben, denn man wolle „die Bürger mitnehmen“, so Meyer. Laut dem städtischen Mitarbeiter Christian Lambert könne im Winter, wenn es noch günstige Preise der Baufirmen gibt, die Ausschreibung für das Projekt erfolgen und im Frühjahr der Bau beginnen, wenn der Ortsrat grünes Licht gibt.