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Was passiert mit dem Vermögen?

Zum Auftakt der Informationsveranstaltung zum Thema erläuterte Domkapitular Peter Schappert (rechts) die anstehenden Veränderungen. Foto: Bistum
Zum Auftakt der Informationsveranstaltung zum Thema erläuterte Domkapitular Peter Schappert (rechts) die anstehenden Veränderungen. Foto: Bistum FOTO: Bistum
Erbach/St Ingbert. Mehr als 100 interessierte Menschen aus den unterschiedlichen Pfarreien des Dekanates Saarpfalz hatten sich am Freitag im Thomas-Morus-Haus versammelt. Dort gab es Tipps zum Thema „Vermögensverwaltung in den neuen Pfarreien“. red

Wo fließt das Vermögen einer aufgelösten Stiftung hin? Gibt es eine zeitliche Befristung für Zweckrücklagen? Warum sind die Definitionen bis 2019 beschränkt? Wer hat außer dem Pfarrer Zugriff auf die Konten? Wer zahlt den Unterhalt für die kirchlichen Gebäude, wenn keine Einnahmen entgegenstehen? Diese und andere Fragen stellten die Teilnehmer nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle bei der ersten von insgesamt sechs Informationsveranstaltungen an verschiedenen Orten des Bistums zum Thema "Vermögensverwaltung in den neuen Pfarreien" in der Pfarrei St. Andreas im Homburger Stadtteil Erbach.

Innerhalb des Prozesses "Gemeindepastoral 2015" für die Regionalverwaltung St. Ingbert hatten sich am Freitag über 100 interessierte Personen aus den unterschiedlichen Pfarreien des Dekanates Saarpfalz im Thomas-Morus-Haus eingefunden. Sie wollten sich vom Leiter der Hauptabteilung Finanzen und Immobilien der Diözese Speyer, Domkapitular Peter Schappert, über ein doch recht schwieriges, komplexes Thema informieren lassen. Hintergrund ist, dass ab 1.Januar 2016 aus den bisher 346 Pfarreien 70 neue Pfarreien gebildet werden, was auch für die Vermögensverwaltung dieser neuen Pfarreien eine ganze Reihe von Veränderungen mit sich bringt.

Ziel der Veranstaltungsreihe sei es, so Domkapitular Peter Schappert, die Verwaltungsräte gut zu informieren und "Klarheit für die anstehenden Aufgaben und die nächsten Schritte zu schaffen". Eingeladen waren daher neben den Mitgliedern der Verwaltungsräte auch die Personen, die mit der Vermögensverwaltung der Pfarreien befasst sind, beispielsweise Kirchenrechner, die pastoralen Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter der Regionalverwaltungsstelle St. Ingbert um deren Leiter Thomas Kleres. Mitgebracht hatte Schappert auch den zuständigen neuen Baudirektor der Diözese, Stephan Scheppella, sowie Projektleiterin Gabriele Klingel. Moderiert wurde die gut dreieinhalbstündige Veranstaltung von Andreas Welte, zuständig für Gemeindeberatung und Referent für betriebliche Seelsorge im Bistum.

Im Mittelpunkt stand das künftige Zusammenspiel der verschiedenen Akteure bei der Vermögensverwaltung der Pfarreien. Die Ausführungen Schapperts umfassten fünf Punkte: "Die Pfarrei - die Gemeinschaft der Gläubigen, die Vermögen besitzt", "Die rechtsfähigen juristischen Personen in der Pfarrei - die Vermögensträger", "Das Vermögen der Pfarrei", "Die Leitung des pfarrlichen Vermögens" sowie "Die Verwaltung und Bewirtschaftung des Vermögens". Nach diesen Erläuterungen waren die Teilnehmer aufgerufen, Tischgruppen zu bilden und über die Präsentation des Themas miteinander ins Gespräch zu kommen, das Gesagte zu reflektieren, zu diskutieren und Fragen zu Punkten zu sammeln, die zur weiteren Klärung der Vermögensverwaltung sowie der anstehenden Aufgaben im Verwaltungsrat noch offen waren. Angesichts der regen Diskussionen war schnell klar, dass es bei den Teilnehmern noch jede Menge Unklarheiten und Diskussionsbedarf rund um die geplante Vermögensverwaltung gibt. Mit Blick auf die Resonanz der eingegangenen Fragen zeigte sich Domkapitular Schappert "sehr zufrieden". Wer zahlt eine Heizung eines Gebäudes - Pfarrei oder Kirchenstiftung? Wie wird eine Sonderkollekte für die Gemeinde, beispielsweise für die Renovierung der Heizung der Kirche, buchungsmäßig behandelt? Diese und andere Fragen kamen aus den Reihen der Teilnehmer, die von Domkapitular Peter Schappert, Gabriele Klingel oder Thomas Kleres beantwortet wurden. Auch die Personalsachbearbeitung in den Kitas und hier speziell etwa Probleme bei den Ausbildungsmaßnahmen und den Mitarbeitergesprächen waren Thema.